Samstag, 15. Januar 2022

Ozeane sind wärmer als je zuvor

Die Ozeane haben erneut einen Wärmerekord gebrochen: Die Temperaturen der Ozeane sind höher als je zuvor, wie neue Daten belegen.

„Die Ozeane unseres Planeten sind wärmer als je zuvor.“
„Die Ozeane unseres Planeten sind wärmer als je zuvor.“ - Foto: © Shutterstock
Man spricht auch vom Marinen Fieber: Zum 6. Mal in Folge haben die globalen Messtemperaturen im Jahr 2021 Rekordwerte erreicht. Die oberen 2000 Mete der Ozeane nahmen dabei rund 14 Zettajoule Energie in Form von Wärme zusätzlich auf – diese Energiemenge entspricht dem 28-Fachen des Jahresenergieverbrauchs der gesamten Menschheit. Ursache dieser Entwicklung ist die globale Erwärmung.

Die Ozeane gelten als der wichtigste Klimapuffer unseres Planeten. Ihre Wassermassen nehmen zurzeit rund 90 Prozent der Wärme auf, die durch den anthropogenen Treibhauseffekt entsteht. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen: Die Meere werden immer wärmer, zudem häufen sich marine Hitzewellen und der Sauerstoffgehalt sinkt. Weil sich durch die Erwärmung auch die Schichtung des Meerwassers verstärkt, ist zudem der vertikale Austausch von Wärme und Nährstoffen beeinträchtigt.

Die Daten aus 2021 wurden von einem internationalen Forschungsteam um Lijing Cheng von der chinesischen Akademie der Wissenschaften ermittelt. Für ihre Studie werteten sie Messwerte zur Temperatur des Meerwassers von der Oberfläche bis in 2000 Meter Tiefe, sowie zum Salzgehalt und weiteren Parametern aus. Als Basis dienten 2 unabhängig voneinander erstellte Datenreihen, die vom Jahr 1955 bis Ende 2021 reichen.

Das Ergebnis: Auch 2021 haben die Meerestemperaturen erneut Rekordwerte erreicht. „Die Weltmeere waren 2021 wärmer als jemals zuvor von Menschen gemessen“, berichten Cheng und seine Kollegen. „Die regionalen und globalen Messreihen zeigen insgesamt eine robuste und signifikante Erwärmung der Ozeane seit den späten 1950er Jahren.“ Im Jahr 2021 hat sich die Wärmeaufnahme der Ozeane gegenüber dem Vorjahr jedoch zum 6. Mal in Folge weiter erhöht.

jot

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