Freitag, 08. November 2019

Ozonloch heuer so klein wie seit 3 Jahrzehnten nicht mehr

Das Ozonloch über der Antarktis ist in diesem Jahr so klein wie seit rund 30 Jahren nicht mehr.

Das Loch in der Ozonschicht ist so klein wie schon lange nicht mehr.
Das Loch in der Ozonschicht ist so klein wie schon lange nicht mehr. - Foto: © shutterstock

Die maximale Ausdehnung des Ozonlochs betrug 2019 rund 10 Millionen Quadratkilometer, wie die europäische Weltraumorganisation ESA am Freitag mitteilte. Das sei weniger als die Hälfte der Ausdehnung die das Ozonloch normalerweise in den vergangenen Jahrzehnten erreicht habe.

Außerdem werde sich das Loch in diesem Jahr auch früher schließen. Normalerweise passiere das Ende November oder Anfang Dezember, dieses Jahr werde schon eher damit gerechnet.

Die Ozonschicht umhüllt die Erde wie ein Schutzschild. Seit Anfang der 1980er-Jahre beobachteten Wissenschafter eine Abnahme des Ozons in der Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe).

Über der Antarktis wiesen sie 1985 erstmals ein Ozonloch nach, das sich im südpolaren Winter bildet. Starke Schwankungen der Polarwirbel und der Temperaturen in der Stratosphäre führen zu Ozonlöchern unterschiedlicher Größe.

Die Ozonschicht wirkt wie ein Filter für die Hautkrebs auslösenden ultravioletten Strahlen. Zur Aufspaltung des Ozons in Sauerstoff tragen Industriechemikalien wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) bei.
Zahlreiche Länder haben sich im Montrealer Protokoll von 1987 dem Schutz der Ozonschicht verschrieben und die Produktion von ozonschädigenden Chemikalien, vor allem von FCKW, gestoppt.

apa