Montag, 21. Juni 2021

Paar stirbt bei Bootsunfall am Gardasee – Ermittlungen gegen Touristen aus München

Gegen 2 deutsche Touristen aus München sind am Sonntag Ermittlungen wegen Totschlags und Fahrerflucht aufgenommen worden. Sie befanden sich an Bord eines Motorbootes, das am Samstag in den Gewässern des Gardasees bei Saló das Boot rammte, auf dem sich ein 37-jähriger Italiener und seine 25-jährige Freundin befanden, die bei dem Zusammenstoß ums Leben kamen.

Für einen Mann und eine Frau endete die Bootstour tödlich.
Für einen Mann und eine Frau endete die Bootstour tödlich. - Foto: © ANSA / Felice Calabro'
Im Fall zweier Toter auf dem Gardasee nach einer mutmaßlichen Bootskollision ermittelt die italienische Polizei gegen 2 Deutsche aus München. Die Behörden suchten außerdem weiter nach der Ursache für den Zusammenstoß zwischen dem Motorboot und dem kleinen Holzboot, wie sie am Montag mitteilten. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge seien die beiden verdächtigen Anfang 50-Jährigen auf freiem Fuß, müssen sich aber zur Verfügung halten. Demnach stand noch das Ergebnis eines Tests auf Alkohol beziehungsweise Drogen aus.

Auf Fotos war zu sehen, wie Experten am Montag in weißen Schutzanzügen Bilder von einem Holzboot machten und dort Spuren sicherten. An einer Seite war es stark beschädigt. Eine offizielle Mitteilung verbreiteten die zuständigen Carabinieri zunächst nicht. Man müsse dafür auf die Freigabe der Justizbehörden warten, hieß es auf Nachfrage.

Unterdessen veröffentlichten einige italienische Medien weitere Details zu dem Fall und den beiden Getöteten. Die Frau (25) und der Mann (37), ein Heizungsgerätehändler und Sportler, stammen demnach beide aus der Gegend am Westufer der Gardasees. Dem „Corriere della Sera“ zufolge waren sie ein Paar. Wie es in den Berichten weiter hieß, stieß das Motorboot in der Nacht zu Sonntag zwischen Salò und San Felice del Benaco mit dem Boot des Paares zusammen, und die Verdächtigen flohen, ohne zu helfen. Ein Einwohner hatte den Kahn am frühen Sonntagmorgen entdeckt – darin der leblose Körper des Mannes. (STOL hat berichtet)

Die Retter suchten über Stunden nach der Frau und bargen ihre Leiche später aus den Tiefen des Sees, wie mehrere Zeitungen weiter schrieben. Dem „Corriere della Sera“ nach waren ihre Beine teilweise abgetrennt. Es wurde außerdem spekuliert, dass das Motorboot beim Aufprall mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen Totschlags und unterlassener Hilfeleistung.




apa/stol/dpa

Alle Meldungen zu: