Mittwoch, 08. Mai 2019

„Pago ben“ oder „Pago bene“? Italiener wegen Übersetzungs-App vor Gericht

Die moderne Technik ist nicht immer jedermanns Freund: Ein in Südtirol wohnhafter Koch aus Süditalien muss sich derzeit in Innsbruck vor einem Gericht wegen des mutmaßlichen Bestechungsversuchs an 2 Polizisten verteidigen. Der Google-Übersetzer soll das Gespräch falsch übersetzt haben.

Die Übersetzer-App Google könnte zu einem Missverständnis geführt haben.
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Die Übersetzer-App Google könnte zu einem Missverständnis geführt haben. - Foto: © shutterstock

Der Koch war im vergangenen Sommer in Nordtirol wegen Trunkenheit am Steuer von einer Polizeistreife gestoppt worden.

Da er weder Deutsch noch Englisch sprach, verständigte er sich mit den Polizisten mittels der Übersetzer-App von Google am Smartphone.

Als die Streifenbeamten ihm den Führerscheinentzug und 900 Euro Strafe mitteilten, soll er am Handy „Io pago bene“ (Ich zahle gut) geantwortet haben, was von den Polizisten als Bestechungsversuch gewertet wurde.

Er bestreitet dies und behauptet, „Io pago ben“ (Ich zahle schon) geschrieben zu haben. Die Richterin will noch eine Polizistin anhören, bevor sie das Urteil verkündet, schreibt die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

stol

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