Mitten drin befindet sich der (ehemalige) Verein Paintball.BZ. Bereits im Juni musste das größte Südtiroler Paintball-Feld in der Sport City, von einem Tag auf den anderen schließen. „Das war für uns natürlich ein großes Problem, denn wir mussten einer großen Mailänder Firma 2 Tage vor ihrem Firmenausflug, der auch zu uns geführt hätte, absagen“, berichtet Benjamin Ober, Miteigentümer jener Gesellschaft, in die der Paintball-Verein inzwischen umgewandelt wurde. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="952423_image" /></div> <h3> Das Problem: Miete oder nicht?</h3>Doch was war die Ursache für die abrupte Schließung? Ein Mietvertrag, den die Sport City mit den Paintballern geschlossen hatte. Um diesen, wird nun auch gestritten, denn, so bestätigt Vermögensstadtrat Stefano Fattor, eine solche Untervermietung sei der Sport City eigentlich nicht erlaubt. Die Gemeinde hat daraufhin die Notbremse gezogen und jegliche Tätigkeit auf dem Paintball-Feld einstellen lassen. Die Sport City ließ die Anlage sogar mit einem Zaun sichern, der es den Gesellschaftern nicht mehr möglich macht, die Anlage zu betreten. „Das ist total überzogen und auch nicht Rechtens“, glaubt Ober. <BR /><BR />Seither wird darüber gestritten, ob es sich beim Mietvertrag wirklich um einen solchen handelt: Die Sport City-Vertreter bestreiten es, für die Gemeinde hingegen handelt es sich ganz klar um einen Fall von Untervermietung, der nicht zulässig war. „Derzeit läuft eine rechtliche Prüfung, in einigen Wochen erwarten wir ein Ergebnis“, sagt Fattor dazu. <BR /><div class="img-embed"><embed id="952426_image" /></div> <h3> Der Konflikt: Die Fronten sind verhärtet</h3>Ob in einigen Wochen Klarheit herrscht, ist zweifelhaft, zumal die Fronten inzwischen verhärtet sind. „Wir wurden von der Sport City in gutem Glauben gelassen und haben jetzt mit den Folgen zu kämpfen. Unsere Tätigkeit mussten wir vor inzwischen 4 Monaten einstellen. Den entstandenen Schaden werden wir einklagen“, kündigt Ober an. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="952429_image" /></div> <BR />Der „Fall Paintball“ ist jedoch lediglich die Spitz des Eisberg. Bereits seit Jahren sieht sich die Gemeinde mit Problemen in der Sport City konfrontiert. „Es ist wohl auch ein kulturelles Problem“, bewertet der aktuelle Sportstadtrat Juri Andriollo. Während der nördliche Teil der Sportzone (geführt von der Genossenschaft Pfarrhof) gut funktioniere, liege im Sport City-Bereich einiges im argen. Angefangen von den Bädern und Umkleidekabinen, die längst zu erneuern wären, bis hin zum ehemaligen Basketballplatz, der aufgrund des Zustands überhaupt nicht mehr benutzbar ist, bis hin zum Beachvolleyballfeld, das ebenfalls bereits bessere Zeiten erlebt hat. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="952432_image" /></div> <embed id="dtext86-61772861_gallery" /><h3> Die Chance: Eine neue Ausschreibung</h3>Eine neue Chance könnte sich 2025 ergeben, wenn die Führung der beiden Teile der Sportzone neu ausgeschrieben wird. Auch für Andriollo ist es nämlich ein Unding, dass die Sportzone in zwei Teile geteilt ist. „Es wäre einfach die beste Lösung, eine einzige Führung für die ganze Sportzone einzusetzen“, sagt der Stadtrat. Das Interesse an einer Übernahme des heruntergekommenen Teils hielt sich bislang in Grenzen, sodass Sport City meist der einzige Interessent bei den Ausschreibungen war. Das könnte sich nun ändern, denn auch die Paintballer sind interessiert daran, dass eine Sportzone, die – besonders mit dem Bau des neuen 50 Meter Hallenbads – ein Juwel sein könnte, auch wirklich zur Zufriedenheit der Bozner Sportler funktioniert. <h3> Die Vision: Das 50-Meter-Hallenbad</h3>Bereits kleine Verbesserungen könnten die Sportanlagen im Pfarrhof attraktiver machen, doch eine wirkliche Revolution dürfte sich erst mit dem Bau des 50-Meter-Hallenbads ergeben. „Dann werden auch die Umkleidekabinen und sanitären Anlagen neu errichtet“, betont Sportstadtrat Juri Andriollo. Wie lange soll es bis dahin aber noch dauern? Diese Frage, kann auch Andriollo nicht beantworten. „Jedenfalls möchte ich dieses Projekt bis zum Ende meiner Amtszeit 2025 auf den Weg bringen.“ Inzwischen wird im nördlichen Teil der Sportzone Hand angelegt. „Wir errichten dort im Frühling 3 Paddel-Plätze und einen Beachvolleyball- sowie einen Platz für Stock-Sport“, kündigt Andriollo an. Finanziert werde das Projekt mit Mitteln aus dem Aufbaufonds PNRR, ergänzt Vizebürgermeister Luis Walcher. Um die Felder zu verwirklichen müssen bald auch 20 Bäume umgepflanzt werden. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />