Der neue Landesplan baut auf dem bestehenden Netzwerk der Palliativversorgung auf und berücksichtigt die Vorgaben des Gesundheitsministeriums sowie die Leitlinien der nationalen Agentur AGENAS. Für Südtirol entspricht das staatlich vorgegebene Ziel einer Versorgung von 1.471 Personen, darunter 1.384 Erwachsene und 87 Minderjährige. <BR /><BR />„Mit dem Landesplan 2026 stärken wir die Palliativversorgung gezielt dort, wo Menschen sie brauchen: wohnortnah, gut koordiniert und flächendeckend. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass Südtirol auf dem richtigen Weg ist. Nun geht es darum, Qualität und Erreichbarkeit im gesamten Land weiter zu sichern und auszubauen“, erklärt Gesundheitslandesrat Messner. <BR /><BR />Bereits im Jahr sind 2.209 Patientinnen und Patienten, davon 614 im Hospiz und 1595 am Wohnort, betreut worden. „Damit wurde das vorgesehene Ziel bereits übertroffen. Besonders was die pädiatrische Palliativbetreuung und Schmerzbehandlung angeht, liegt die Abdeckungsquote bereits bei 91 Prozent der anspruchsberechtigten Bevölkerung“, stellt Messner fest.<BR /><BR />Eine wichtige Rolle spielt im Landesplan die Reform der wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Zum Beispiel in Bezug auf die Festsetzung des neuen Standards von 8 bzw. 10 Betten auf einer Palliativstation pro 100.000 Einwohner. Dieser erhöht den Bedarf an Betten in Südtirol auf 40 bis 50 (derzeit sind es 29). 12 zusätzliche Betten werden in Kürze im neuen Gemeinschaftshaus in Leifers verfügbar sein und 6 Betten sind für den Gesundheitsbezirk Brixen geplant (bis Ende 2028/Anfang 2029).<BR /><BR />Parallel dazu wird die Akkreditierung der Palliativnetzwerke weiter vorangetrieben, die bis zum ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen sein soll.<BR /><BR />Ein Schwerpunkt des Landesplans 2026 liegt zudem auf der weiteren Stärkung des Personals, der homogenen Versorgung im gesamten Landesgebiet sowie auf dem gezielten Ausbau der pädiatrischen Palliativversorgung. Auch die Weiterentwicklung der IT-Systeme und die vollständige Nutzung der vorgesehenen Datenflüsse sind Teil der Maßnahmen. Die geplanten Schritte sollen dazu beitragen, Qualität, Koordination und Erreichbarkeit der Angebote weiter zu verbessern.<BR /><BR />Der Landesplan zur Stärkung der Palliativversorgung für das Jahr 2026 wurde von der im Südtiroler Sanitätsbetrieb eingerichteten landesweiten Koordinierungsgruppe “Palliativnetzwerk“ geschrieben, deren Aufgabe es ist, die Koordinierung des Entwicklungsprozesses der Palliativversorgung zu steuern, um eine gleichwertige Versorgung auf dem gesamten Landesgebiet zu gewährleisten, indem der Landesabteilung für Gesundheit Vorschläge für die kontinuierliche Verbesserung des Netzwerkes unterbreitet werden.