<BR /> Damit stellt der Beschluss auch viele im AIRE-Register (Verzeichnis aller im Ausland lebenden Italiener, Anm. d. Red.) eingetragene Südtirolerinnen und Südtiroler vor große Ungewissheit. <BR /><BR />Etwa 46.000 Südtiroler sind in diesem Register eingetragen. Der Umstieg auf die elektronische Identitätskarte war selbstverständlich auch für sie Pflicht und gleichzeitig extrem umständlich: Den elektronischen Ausweis konnten Auslandssüdtiroler bis vor rund drei Wochen nur im Konsulat oder der italienischen Botschaft ihres Gastlandes beantragen. In ihrer Heimatgemeinde in Südtirol erhielten sie – wegen gesamtstaatlicher Bestimmungen – hingegen bloß das Auslaufmodell in Papier. <BR /><BR />Ob die Regierung Meloni in ihrem jüngsten Beschluss auch Auslandsitaliener mitgedacht hat, ist daher ungewiss. „Der endgültige Text ist noch nicht bekannt. Das stellt zahlreiche Südtiroler im Ausland vor große Ungewissheit“, sagt Dominik Oberstaller, Präsident des Gemeindenverbandes. Gilt die Verlängerung nur in Italien, bleibt die Frist vom 3. August nämlich indirekt für alle Auslandsitaliener aufrecht.<h3> Elektronischer Ausweis wird in Rom gedruckt</h3>Wie es aus dem Gemeindenverband heißt, gingen in Südtiroler Gemeinden zuletzt zahlreiche Informationsanfragen von Auslandssüdtirolern zum Umstieg auf die elektronische Identitätskarte ein. „Viele reisen für einen Kurzurlaub in die Heimat und möchten den Umstieg auf den neuen Ausweis in diesen Tagen erledigen“, weiß Oberstaller. Allerdings wird der elektronische Ausweis in Rom gedruckt und nicht wie sein Vorgänger aus Papier in der Gemeinde selbst. <BR /><BR />Die Zustellung innerhalb Italiens benötigt fünf bis sechs Tage – viele reisen in der Zwischenzeit wieder ab. Wird das Dokument ins Ausland geschickt, dauert es um die zwei Wochen. Oberstaller hofft daher darauf, dass rasch Klarheit geschaffen wird und der Papierausweis auch im Ausland gültig bleibt. Allerdings gelte es, die elektronische Identitätskarte trotz abgesagter Frist sobald wie möglich zu beantragen. In Südtirols Meldeämtern werde ein super Job gemacht, weshalb man rasch zum Termin kommt, weiß Oberstaller.