Papst Benedikt XVI. hat nach der Generalaudienz Bürgermeister Peter Gasser mit 29 Vertretern der Gemeinde, darunter die Familie Tauber vom Töllhof, bei einer Privataudienz empfangen. Gasser durfte dabei Grußworte sprechen.„Nicht Sie sind es, der heute zu Ehren kommt, sondern wir selber, alle Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sind es, die durch diese Ernennung zum Ehrenbürger und besonders durch die Annahme Ihrerseits geehrt werden“, sagte der Bürgermeister.Vieles habe sich verändert, seit Großmutter und Urgroßmutter in Raas das Licht der Welt erblickt hatten, eines aber sei gleich geblieben: Die Kirche zum heiligen Ägidius stehe immer noch an der gleichen Stelle, nur einen Steinwurf entfernt vom Töllhof.„Unübersehbar steht sie immer noch im Zentrum des Dorfes und erinnert uns an Gott und an seine Verbundenheit zu uns Menschen. In Zukunft soll diese Kirche uns, mit der Gedenktafel am Töllhof und dem Papst-Benedikt-Platz, auch an die Verbundenheit mit Ihnen, Heiliger Vater, erinnern“, sagte Gasser.„Ein herzliches Vergelt’s Gott“Die Ernennung zum Ehrenbürger solle Garant dafür sein, dass die Bürger diese Verbundenheit mit dem Papst und mit der gesamten Kirche nicht vergessen, sagte der Bürgermeister, der dem Oberhaupt der Katholischen Kirche die Ehrenbürgerschaftsurkunde überreichte.„Liebe Freunde aus Natz-Schabs! Ich kann nur herzlich Vergelt's Gott sagen für diese Ehre, die Sie mir erweisen, und durch die ich nun ganz amtlich bei Ihnen zu Hause bin“, sagte Papst Benedikt VXI. „Ich befürchte, dass es mir nicht mehr geschenkt sein wird, Ihre Gemeinde persönlich zu besuchen, aber ich bin mit dem Herzen bei Ihnen. Ich freue mich über das Geschenk, das Sie mir machen“, meinte er.„Südtirol ist ein schönes Land“ „Südtirol ist ein schönes Land, das durch die Erzählungen meiner Mutter in mein Herz eingegraben ist“, sagte der Papst weiter. Seine Großmutter habe ein Leben lang innerlich Heimweh gehabt. Als sie schwer krank geworden war, habe sie gesagt: „Wenn ich einen Kübel Wasser von daheim hätte, würde ich wieder gesund“. „Sie wurde nicht wieder gesund, aber sie hat aus dem Wasser ihrer Heimat gelebt und ein schweres und zugleich erfülltes Leben gehabt“, sagte er.Die Frau, bei der sie in Kufstein beschäftigt gewesen war, habe zu seiner Mutter gesagt: „Tirol haben die Engel zusammengetragen“.„In Südtirol habe ich immer die besondere Nähe Gottes gespürt, der sich durch die Schönheit dieses Landes ausdrückt. Im Miteinander des Schöpfers, seiner Engel und der Menschen ist Südtirol ein außergewöhnlich schönes Land: Ich bin stolz und glücklich, nun irgendwie dazuzugehören“, sagte der Papst.mf/D________________________________________________________________________Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe der "Dolomiten"