Dienstag, 31. August 2021

Papst Franziskus: „Krankenpfleger hat mir das Leben gerettet“

Papst Franziskus hat in Zusammenhang mit seiner jüngsten Darmoperation verraten, dass ein Krankenpfleger ihm das Leben gerettet hat.

Papst Franziskus dankt in einem Interview 2 Krankenpflegern, die sein Leben gerettet haben.
Papst Franziskus dankt in einem Interview 2 Krankenpflegern, die sein Leben gerettet haben. - Foto: © APA/afp / VINCENZO PINTO
Dies sei bereits zum 2. Mal in seinem Leben geschehen, sagte das 84 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Interview mit dem spanischen Radiosender „Cope“, das morgen zur Gänze ausgestrahlt werden soll.

In einem kurzen Ausschnitt des Interviews ist der Papst zu hören, wie er über seinen Gesundheitszustand scherzt. Auf die Frage „Wie geht es Ihnen?“ antwortete der Heilige Vater: „Ein Krankenpfleger hat mir das Leben gerettet, ein Mann mit viel Erfahrung. Dies ist das 2. Mal in meinem Leben“, erklärte Franziskus.

Eine italienische Nonne hatte 1957 dem jungen Seminaristen Jorge Bergoglio in Argentinien andere Medikamente verabreicht, als jene, die ihm die Ärzte verschrieben hatte. Damit konnte sie ihn von einer Lungenentzündung heilen, wie Franziskus mehrmals erzählt hatte.

In dem Interview mit „Cope“ wurden Spekulationen über den Gesundheitszustand des Papstes und sogar über seinen möglichen Rücktritt angesprochen.

Auf die Frage, wie es ihm gehe, sagte Franziskus scherzend: „Ich lebe noch“. Angesichts immer wiederkehrender Gerüchte, Franziskus wolle zurücktreten, scherzte er außerdem: Immer wenn ein Papst krank werde, löse dies einen Wind oder einen Orkan über ein Konklave aus. Der Pontifex wurde am 4. Juli im Gemelli-Krankenhaus in Rom wegen einer Stenose (Verengung) des Darms aufgrund von Entzündungen in der Darmwand operiert. Bei dieser Operation wurde ein Teil seines Dickdarms entfernt. Der Papst blieb 10 Tage in der Klinik.

Bei seinen jüngsten Auftritten zeigte sich Franziskus, der am 12. September zu einer 4-tägigen Reise nach Budapest und in die Slowakei aufbricht, völlig erholt, auch wenn er sich bei der Audienz mit katholischen Parlamentariern am vergangenen Freitag zu Beginn seiner Rede dafür entschuldigte, dass er nicht im Stehen sprechen könne. „Ich bin noch in der postoperativen Phase und muss im Sitzen sprechen. Entschuldigen Sie“, sagte er.

apa