Freitag, 03. April 2015

Papst Franziskus küsst Showgirl die Füße und twittert zu Ostern

Zu den zwölf Gefängnisinsassen, denen Papst Franziskus am Donnerstagabend bei einer Zeremonie in der römischen Strafanstalt Rebibbia die Füße gewaschen und geküsst hat, zählt auch ein afrikanisches Showgirl.

Papst Franziskus wäscht Häftlingen, darunter einem Showgirl, am Gründonnerstag die Füße.
Papst Franziskus wäscht Häftlingen, darunter einem Showgirl, am Gründonnerstag die Füße. - Foto: © APA/DPA

Der Pontifex kniete vor den sechs Männern und sechs Frauen nieder, übergoss ihre Füße mit Wasser, trocknete und küsste sie. Darunter war auch ein afrikanischem Showgirl. Die Kongolesin Sylvie Lubamba war 2014 wegen Betrugs mit Kreditkarten wohlhabender Bekannten festgenommen worden. Die 43-Jährige hatte an einigen bekannten TV-Sendungen teilgenommen.

Ebenfalls in den Genuss der päpstlichen Waschung kam zudem ein Kleinkind, das bei seiner Mutter auf dem Schoß saß. 

Dass er auch Frauen und nicht ausschließlich Christen in das Ritual mit einbezieht, hat ihm bei konservativen Katholiken bereits reichlich Kritik eingebracht. Doch in seiner Ansprache bezog der Papst ausdrücklich alle Menschen in die Zeremonie mit ein.

"Auch ich habe es nötig, vom Herrn gewaschen zu werden".

Karfreitag in Rom: Gedenken an Leiden und Sterben Christi

Tausende Pilger und Gläubige haben am Karfreitag in Rom an die Leiden Christi erinnert und sich auf die bevorstehenden Osterfeierlichkeiten eingestimmt. 

Höhepunkt sollte am Freitagabend der traditionelle Kreuzweg am Kolosseum mit Papst Franziskus sein. Die Zeremonie, zu der Tausende Pilger erwartet wurden, erinnert in 14 Stationen mit Meditationen und Gebeten an das Leiden und Sterben Jesu.

„Das Kreuz Christi ist keine Niederlage: das Kreuz ist Liebe und Barmherzigkeit“, schrieb Franziskus auf Twitter.

 

Papst Franziskus auf Twitter. 

Der Argentinier sollte am späten Nachmittag die Karfreitagliturgie leiten, eine von Stille und Ernst geprägte Gedenkfeier im Petersdom.

dpa

stol