Sonntag, 22. November 2020

Papst gedenkt Erdbeben in Süditalien vor 40 Jahren

Papst Franziskus hat beim Angelus-Gebet am Sonntag dem verheerenden Erdbeben gedacht, das vor 40 Jahren die süditalienischen Regionen Kampanien und Basilikata erschütterte. „Die Wunden dieses Erdbebens sind immer noch nicht ganz verheilt“, betonte der Papst. Er hob die große Welle der Solidarität hervor, die es nach dem Erdbeben gegeben hatte.

Papst Franziskus betonte beim Angelusgebet die Solidaritätswelle nach der Katastrophe.
Papst Franziskus betonte beim Angelusgebet die Solidaritätswelle nach der Katastrophe. - Foto: © ANSA / ANSA/CLAUDIO PERI
In den Provinzen Avellino, Benevento, Caserta, Neapel, Potenza und Salerno in der betroffenen Region Irpinien waren bei dem Erdbeben am 23. November 1980 2735 Personen gestorben und 8850 verletzt sowie rund 300.000 obdachlos geworden. Die Erde bebte um exakt 19.37 Uhr 100 Sekunden lang mit einer Stärke von 6,8. 36 Ortschaften um das Epizentrum zwischen Laviano und Lioni wurden zerstört.

Rettungsteams, die zuerst aus ganz Italien, dann auch aus dem Ausland eintrafen, retteten Hunderte Menschen aus den Trümmern.

Während Familien jahrelang in Notunterkünften leben mussten, bereicherten sich Spekulanten und Mafiosi, Politiker und Geschäftemacher. Milliarden flossen in das Erdbebengebiet, viele davon in die falschen Kassen.

Italien ist in den vergangenen Jahren immer wieder von starken Erdbeben heimgesucht worden. Ein Erdstoß zerstörte 2009 die Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila und forderte mehr als 300 Todesopfer. 2016 wurde die Stadt Amatrice von einem schweren Erdbeben heimgesucht.

dpa