Vor allem bei Menschen, die Missbrauchsopfern sehr nahe stünden, sei ein Austritt nachvollziehbar. In der Regel sei der Schritt der letzte auf einem langen Weg der Entfernung von der Kirche, sagte Benedikt XVI. in einer „fliegenden Pressekonferenz“.Seine Maschine der italienischen Fluggesellschaft Alitalia landete um 10.16 Uhr und damit eine Viertelstunde früher als geplant auf dem Flughafen Tegel. Dort wollten ihn der eutsche Bundespräsident Christian Wulff und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen.Rede vor dem BundestagIm Anschluss standen Gespräche mit Wulff und Merkel auf dem Programm des Papstes, bevor er am Donnerstagnachmittag seine mit Spannung erwartete Rede vor dem Bundestag halten wollte.Dutzende Abgeordnete von SPD, Grünen und Linke wollen der Rede fernbleiben, weil sie das Parlament für einen ungeeigneten Ort für die Rede eines Kirchenoberhaupts halten.Zum Abschluss des ersten Tages seiner insgesamt viertägigen Reise will Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion mit mehr als 70.000 Besuchern eine Messe feiern. Am Freitag soll er nach Erfurt, am Samstag nach Freiburg weiterreisen.Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sagte der „Bild“-Zeitung (Donnerstagsausgabe), für den Papst sei die Reise in sein Heimatland etwas Besonderes."Der Papst weiß um die geteilite Stimmung in Deutschland"„Benedikt XVI. weiß aber auch um die geteilte Stimmung in Deutschland: Er weiß, dass sehr viele ihn mit einer sehr positiven Haltung erwarten, und dass es andere gibt, die ihm sehr kritisch zuhören werden.“Für den Papst ist es der dritte Deutschlandbesuch seit seiner Wahl im April 2005: Wenige Monate nach seiner Wahl war er beim Weltjugendtag in Köln, im Jahr 2006 bereiste er dann seine bayerische Heimat. Dieser Besuch ist der erste offizielle Staatsbesuch des Papstes in Deutschland.