Samstag, 25. März 2017

Papst in Mailand: Treffen mit sozialen Randgruppen

Während die 27 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union den 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge in Rom feiern, ist Papst Franziskus am Samstag in Mailand eingetroffen. Bei seinem eintägigen Pastoralbesuch in Mailand und Monza kommt Franziskus mit sozialen Randgruppen zusammen.

Höchste Sicherheitsvorkehrungen für den Papst-Besuch in Mailand
Höchste Sicherheitsvorkehrungen für den Papst-Besuch in Mailand - Foto: © LaPresse

Nach seiner Ankunft auf dem Mailänder Flughafen erreichte der Papst die Wohnkasernen „Case Bianche“, eine heruntergekommene Hochhaussiedlung im Wohnviertel Forlanini im Osten der Stadt.

Tausende Menschen warteten seit dem frühen Morgen auf den Papst. In der Hochhaussiedlung besuchte Franziskus zwei Familien und die Pfarre San Galdino. „Ich komme als einfacher Priester“, sagte der Pontifex. Vorgesehen sind auch Treffen mit Roma-Familien, Migranten und Muslimen.

Die zweite Station seines Besuchs ist der Mailänder Dom, wo Franziskus am Grab des heiligen Karl Borromäus (1538-1584) beten und die Priester und Ordensleute der Erzdiözese treffen wird. Danach wird er auf dem Domplatz das Angelusgebet sprechen und fährt anschließend zur Mailänder Strafanstalt San Vittorio. Das Mittagessen nimmt er mit 100 Strafgefangenen ein.

Um 15.00 Uhr zelebriert Franziskus eine Messe auf der ehemaligen Pferderennbahn von Monza, dem Ippodromo del Mirabello. Mehr als 400.000 Gläubige werden erwartet. Danach wird er im Mailänder San Siro-Fußballstadion mit Firmlingen zusammentreffen. Der Rückflug nach Rom erfolgt gegen 19.00 Uhr.

Höchste Sicherheitsvorkehrungen wurden in Mailand für den Papst-Besuch getroffen. 2.500 Sicherheitskräfte und 8.000 ehrenamtliche Helfer werden in der lombardischen Hauptstadt im Einsatz sein, teilte die Mailänder Präfektin Luciana Lamorgese am Freitag mit.

Die eintägige Visite ist der erste Besuch von Franziskus in Mailand. Die Erzdiözese mit fünf Millionen Katholiken gilt als bedeutendster italienischer Bischofssitz nach Rom. Mailand ist Herkunftsbistum vieler Päpste, zuletzt war Papst Paul VI. dort vor seiner Papstwahl Erzbischof.

Zuletzt hatte Papst Benedikt XVI. im Juni 2012 Mailand besucht, Anlass war das siebente Weltfamilientreffen.

apa

stol