Montag, 06. April 2015

Papst ruft zu Schutz für verfolgte Christen auf

Papst Franziskus hat am Ostermontag mit tausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom gebetet.

Foto: © LaPresse

Bei strahlendem Frühlingswetter beendete er die Osterfeierlichkeiten, die am Gründonnerstag begonnen hatten. Zum Abschluss der Feierlichkeiten im Vatikan rief er zum Schutz für verfolgte Christen auf. Er prangerte Blutvergießen in Kriegs- und Konfliktgebieten an.

„Die verfolgten Christen sind die Märtyrer von heute. Es sind so viele wie damals in den ersten Jahrhunderten“, sagte der Heilige Vater. Er machte Druck, damit die internationale Gemeinschaft nicht tatenlos diesem „unannehmbaren Verbrechen“ zusehe.

„Die internationale Gemeinschaft darf nicht wegblicken. Die Christenverfolgung ist eine beunruhigende Entwicklung, die die grundlegenden Menschenrechte angreift“, warnte Franziskus. Er forderte „konkrete Hilfe zur Verteidigung und zum Schutz unserer Brüder und Schwestern, die verfolgt, vertrieben, getötet und enthauptet werden, nur weil sie Christen sind“, betonte der Heilige Vater vor rund 150.000 Gläubigen auf dem Petersplatz.

Bevor er den tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz guten Appetit wünschte und ihr Gebet für sich erbat, empfahl Franziskus abermals, täglich aus dem Evangelium zu lesen – und in diesen Tagen besonders die Passagen über die Auferstehung.

Papst Franziskus hatte am Ostersonntag von der Mittelloggia des Petersdoms aus den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ („der Stadt und dem Erdkreis“) erteilt. Rund 150.000 Gläubige verfolgten die Zeremonie auf dem Petersplatz. Vor dem Segen hatte Franziskus die Ostermesse zelebriert. Die Zeremonie wurde in zahlreiche Länder übertragen.

Beim traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ benannte das Kirchenoberhaupt die vielen Krisenherde rund um den Globus und bat um größere Anstrengung, Konflikte zu beenden und leidenden Menschen beizustehen. Frieden erbat Franziskus zunächst vor allem für Syrien und für den Irak. Er äußerte die Hoffnung, dass das „Getöse der Waffen“ ein Ende nehme und das gute Zusammenleben der verschiedenen Gruppen, aus denen sich die Bevölkerung dieser geschätzten Länder zusammensetzt, wiederhergestellt werde.

mit/apa 

stol