Sonntag, 07. März 2021

Papst traf in Erbil Vater von Alan Kurdi

Papst Franziskus ist in Erbil mit dem Vater des ertrunkenen Buben Alan Kurdi zusammengetroffen, dessen Bild zu einem Symbolbild des Flüchtlingsdramas im Mittelmeer geworden ist. Wie der Vatikan laut Kathpress mitteilte, sprach der Papst mit Abdullah Kurdi nach der Papstmesse zum Abschluss seiner Irak-Reise am Sonntag.

Der tote Alan Kurdi am Strand nahe dem türkischen Bodrum.
Der tote Alan Kurdi am Strand nahe dem türkischen Bodrum.
Der knapp 3-jährige Alan starb im September 2015 bei einer versuchten Überfahrt nach Europa mit seiner Mutter und einem Bruder. Das Foto seiner Leiche am Strand nahe dem türkischen Bodrum löste weithin Betroffenheit aus. Ein Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye trägt seit 2019 den Namen Alan Kurdi.

Papst Franziskus unterhielt sich nach Vatikanangaben ausführlich mit dem Vater. Er habe dessen Schmerz über den Verlust der Familie angehört und ihm die Anteilnahme Gottes an seinem Leiden zugesichert. Der Papst setzt sich seit langem für die Möglichkeit einer sicheren, legalen und geordneten Einwanderung nach Europa ein.

Am Montag beendet der Papst seine viertägige Irak-Reise. Nach der Abschiedszeremonie auf dem Flughafen Bagdad wird das Kirchenoberhaupt Montagfrüh den Rückflug nach Rom antreten. Die Ankunft in der Ewigen Stadt ist für 12.55 Uhr geplant. Üblicherweise gibt es während des Rückflugs von einer Auslandsreise eine sogenannte „Fliegende Pressekonferenz“ des Papstes mit den mitreisenden Medienvertretern.

apa