Donnerstag, 26. November 2020

Parkinson-Kranke leiden unter eingeschränkter Mobilität

Monatelange eingeschränkte oder blockierte Mobilität wegen Corona – und keine Möglichkeit für Rehabilitationstherapien: Das ist für Parkinson-Patienten und ihre Familienangehörigen besonders belastend. Darauf macht die Südtiroler Parkinson-Vereinigung zum heutigen gesamtstaatlichen Parkinsontag aufmerksam. Heute Nachmittag wird bei einer Online-Konferenz u. a. über Parkinson und Covid informiert – aus neurologischer und psychologischer Sicht.

Die Konferenz zum heutigen gesamtstaatlichen Parkinson-Tag  wird ebenfalls online abgehalten. Sie beginnt um 15 Uhr.
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Die Konferenz zum heutigen gesamtstaatlichen Parkinson-Tag wird ebenfalls online abgehalten. Sie beginnt um 15 Uhr.
„Eine Bewegungskrankheit wird nach jüngsten wissenschaftlichen Studien hauptsächlich durch Bewegung geheilt“, heißt es in der Aussendung. In Südtirol sei das Behandlungsprotokoll schon zu normalen Zeiten sehr mangelhaft, „und jetzt erst recht“, heißt es in der Aussendung. Die Südtiroler Parkinson-Vereinigung versucht, hier Abhilfe zu schaffen, indem sie einige Aktivitäten anbietet, die auf Distanz durchgeführt werden können.

Zweimal im Monat, jeweils am Donnerstag, können die Parkinson-Patienten unter Anleitung von Physiotherapeuten spezifische Gymnastikübungen durchführen. Sobald es wieder möglich ist, werden alle Aktivitäten auch wieder in Präsenz aufgenommen, kündigt die Parkinson-Vereinigung an. Aber einige Aktivitäten werden auch online fortgesetzt, für diejenigen, die die Orte, an denen die Aktivitäten stattfinden, nicht erreichen können.

Die Vereinigung hilft den Mitgliedern und deren Angehörigen auch im Rahmen des psychologischen Protokolls. Dabei werden Online-Kurse abgehalten. Es besteht auch die Möglichkeit, individuelle Treffen mit der Neuropsychologin zu vereinbaren.

Die Konferenz zum heutigen gesamtstaatlichen Parkinson-Tag wird ebenfalls online abgehalten. Sie beginnt um 15 Uhr. Nach der Begrüßung durch die Präsidentin des Vereins, Alessandra Zendron, und Susanne Büchner von der Parkinson-Ambulanz Bozen gibt es 4 Kurzvorträge, an die sich für die Teilnehmer jeweils die Möglichkeit anschließt, Fragen zu stellen und Kommentare abzugeben. Die Krankenschwester der Parkinson-Klinik Bozen, Agatha Eisendle, wird über die Ernährung von Parkinson-Betroffenen sprechen, ein Thema, welches – durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt – immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Neurologinnen der Parkinson-Ambulanz Bozen, Dr. Susanne Büchner und Dr. Cecilia Raccagni, werden über Parkinson und Coronavirus sprechen. Die Psychotherapeutin Marianna Mannino wird sich mit demselben Thema befassen wie die Neurologen, jedoch aus psychologischer und kognitiver Sicht.

Die Online-Konferenz findet am heutigen Donnerstag von 15 bis 17 Uhr statt. Zugangsdaten für Zoom (www.zoom.us): Meeting-ID 7681376600 und Passwort 21167.


Die Diagnose Parkinson erhielt auch Franz Wimmer im Jahr 2011. „Bewegung wirkt besser als jede Medizin“, ist er überzeugt und hat für alle Betroffenen ein Video erstellt. Dort zeigt er, wie man trotz Ausgangssperre unter Verwendung einfachster Hilfsmittel, wie etwa einer vollen Gießkanne oder Wasserflaschen, fit und in Bewegung bleibt.

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stol