Freitag, 10. April 2015

Parkinson: Neue Studie macht Hoffnung

Derzeit arbeitet die medizinische Forschung weltweit daran, zuverlässige Tests zur Früherkennung von Parkinson zu entwickeln. Mit einer neuen Studie haben Forscher des Bozner EURAC-Zentrums für Biomedizin einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines Bluttests geliefert.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Um bessere Therapien für Parkinsonpatienten entwickeln zu können, ist vor allem eine frühere Diagnose notwendig, am besten, bevor irreparable Schäden vorliegen.

Derzeit kann die Krankheit erst erkannt werden, wenn bereits ein Großteil der Nervenzellen in einem bestimmten Teil des Gehirns, in der Substantia nigra, zerstört ist.

In einer neuen Studie haben die Forscher des Bozner EURAC-Zentrums für Biomedizin bestimmte Moleküle im Blut, so genannte Mikro-RNAs, untersucht. Diese steuern unter anderem bestimmte Gene, die mit Parkinson in Verbindung stehen.

In ihrer Studie haben die EURAC-Forscher aufgezeigt, dass drei ganz spezifische Mikro-RNAs im Blut von Parkinsonpatienten in deutlich größeren Mengen vorkommen als bei nichterkrankten Menschen.

Dadurch sind sie Indikatoren, die auf eine mögliche Parkinson-Erkrankung hinweisen.

Die Studie wurde im Fachmagazin „Neurology“ veröffentlicht.

D/stol

stol