Montag, 11. April 2016

Parkinson: Viele Fortschritte, vielleicht bald Durchbruch

Heute ist Welttag der Parkinson-Krankheit. Einer der prominentesten Kranken in Südtirol ist der emeritierte Bischof Karl Golser, der an einer seltenen und aggressiven Form des Syndroms leidet; sein Arzt ist DDr. Gregor K. Wenning, seit 10 Jahren Leiter der Abteilung für Neurobiologie der Medizin-Uni Innsbruck. Er sieht Fortschritte in der Therapie und Hoffnung darauf, diese Krankheit zu besiegen.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © shutterstock

„Dolomiten“: Nach einer Faustregel verdoppelt sich der medizinische Fortschritt alle 5 Jahre. Gilt das auch für atypische Parkinson-Erkrankungen?
DDr. Gregor K. Wenning: Prinzipiell ja. Wir sind in einer Phase, in der sich sehr viel tut. In der Grundlagenforschung kommen wir den Mechanismen hinter diesen Krankheiten immer mehr auf die Spur und in der Therapieforschung gibt es erstaunliche Fortschritte. Ich bin etwa 25 Jahre auf diesem Gebiet tätig. Als ich angefangen habe, gab es bei atypischen Parkinson-Syndromen kaum Hoffnung, es gab keine Therapie. Heute haben sich internationale Forschungsnetzwerke gebildet, die sich auf die Früherkennung und neue therapeutische Ansätze konzentrieren. Ich bin sicher, dass es in 5 bis 10 Jahren therapeutische Durchbrüche geben wird, die sich auch auf die klassische Parkinson-Krankheit auswirken. Die kürzlich gegründete Bischof Karl Golser Stiftung (siehe eigene Meldung) zielt übrigens darauf ab, vor allem junge Nachwuchswissenschaftler, die im Bereich der atypischen Parkinson-Syndrome forschen, gezielt zu fördern.

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Das gesamten Interview mit dem Innsbrucker Neurobiologen Gregor Wenning, sowie vieles mehr zum heutigen Welttage der Parkinson-Krankheit lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Dolomiten".

stol/ler

stol