Dienstag, 25. Mai 2021

Parkinsonverein zu Beitragskürzungen: „Wir sind nicht einverstanden“

Die Südtiroler Gesellschaft für Parkinson und verwandte Erkrankungen ist empört: „Wie ein Donnerschlag erhielten wir vergangenen Donnerstag vom Amt für Gesundheitswesen die Mitteilung, dass angesichts der anhaltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie Beiträge zu den Initiativen für das Jahr 2021 ausgesetzt werden“, schreibt der Verein in einer Aussendung.

Der Parkinsonverein verteidigt seine Zeitschrift: „Parkinson Aktuell“ sei ein unverzichtbares Kommunikationsmittel zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern.
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Der Parkinsonverein verteidigt seine Zeitschrift: „Parkinson Aktuell“ sei ein unverzichtbares Kommunikationsmittel zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern. - Foto: © Photographee.eu
In dem Schreiben werde die Finanzierung der Zeitschrift „Parkinson Aktuell“ in Frage gestellt, mit der Begründung, dass die Ausgaben nicht detailliert beschrieben wurden.

„Parkinson Aktuell“ ein „unverzichtbares Kommunikationsmittel

„Erst sagen Sie also, dass die Kürzungen pandemiebedingt sind und dann unterstellen Sie, dass es keine Transparenz bei der Beschreibung der Ausgaben gibt? In der Tat können wir die nächsten Ausgaben der Zeitung nicht drucken, weil wir riskieren, sie aus eigener Tasche bezahlen zu müssen“, so der Verein.

Während der Pandemie und dem Lockdown hätten Kranke und ihre Familien sehr unter der aufgezwungenen Bewegungsunfreiheit und Einsamkeit gelitten, so die Sprecher weiter.

„Wie so viele andere Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen haben wir in dieser Zeit hart gearbeitet, um die Menschen auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen und unsere Pläne für die Zukunft sind darauf ausgerichtet, weiterzumachen und uns zu verbessern. Macht es noch Sinn, dies zu tun, wenn wir die Leute nicht informieren können?“

„Parkinson Aktuell“ sei das unverzichtbare Kommunikationsmittel zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern, den an Parkinson erkrankten Menschen und ihren pflegenden Angehörigen. Durch die Zeitschrift werden die Mitglieder über alle Aspekte der Krankheit informiert, außerdem enthält die Zeitschrift Termine und Infos zu Selbsthilfegruppen und ähnlichem.

„Sind verbittert, dass Unterstellungen an einem Verein wie unserem gemacht werden“

„Wir können die politische Entscheidung, die chronisch Kranken für die Kosten der Pandemie aufkommen zu lassen, nicht anfechten, auch wenn wir nicht verhehlen, dass wir darüber empört sind, dass Menschen und Kategorien von Menschen, die seit vielen Jahren auf Antworten der lokalen Gesundheitspolitik warten, schikaniert werden. Und wir sind verbittert, dass Unterstellungen gegen einen Verein wie den unseren gemacht werden, der für seine Seriosität, für die Großzügigkeit seiner Freiwilligen und für die Transparenz seiner Budgets anerkannt ist“, heißt es in der Aussendung weiter.

Abschließend bittet der Verein die Landesregierung eindringlich, die Richtung zu ändern und „die Gewerkschaften, Parteien und alle Menschen, die ein Mindestmaß an Gerechtigkeit und Menschlichkeit haben, uns im Protest gegen diese unzivilisierte Entscheidung zu unterstützen, von der wir befürchten, dass sie auch andere Verbände, die weniger vertreten sind, treffen wird.“

stol/lmn