Donnerstag, 03. Oktober 2019

Partschins: Mann (79) entgeht knapp Kohlenmonoxidvergiftung

In der Nacht auf Donnerstag konnte in der Partschinser Fraktion Salten nur knapp eine Tragödie verhindert werden. Ein allein lebender Mann wäre beinahe wegen einer Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben gekommen, wenn er nicht zufällig aufgewacht wäre und bei beginnender starker Übelkeit selber den Rettungsdienst gerufen hätte.

Die Feuerwehrmänner lstellten in mehreren Räumen eine gefährliche Kohlenmonoxid-Konzentration fest.
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Die Feuerwehrmänner lstellten in mehreren Räumen eine gefährliche Kohlenmonoxid-Konzentration fest. - Foto: © FFW Partschins

Es war in der Nacht auf Donnerstag kurz nach Mitternacht, als ein alleine lebender Mann vom Bett im Schlafzimmer aufstand, um auf die Toilette zu gehen. Der bald 80-jährige Mann schaffte es noch ins Badezimmer, wurde aber von starkem Schwindel und Übelkeit befallen. Ihm gelang es glücklicherweise gerade noch selbst den Rettungsdienst zu verständigen.

Beim Eintreffen des Weißen Kreuzes samt Notarzt schlug gleich beim Betreten des Hauses das mitgeführte Gasspürgerät an. Umgehend wurde vom Rettungsdienst die Freiwillige Feuerwehr Partschins alarmiert, die mit 15 Mann zur Einsatzstelle ausrückte.

Mit schwerem Atemschutz wurden alle Bereiche des Hauses mit einem sogenannten Explosimeter, einem Messgerät zur Feststellung von explosionsfähigen Gas-Luftgemischen, kontrolliert. In einigen Räumen der Wohnung herrschte eine gefährliche Kohlenmonoxid-Konzentration.


Glut im Ofen als vermutliche Ursache


Sofort wurden Fenster und Türen des Einfamilienhauses geöffnet und mit einem Überdruckbelüfter gelüftet. Anschließend wurde das gesamte Gebäude nach Gefahrenquellen abgesucht. Im gemauerten Ofen des Wohnzimmers lag noch Glut und es wird vermutet, dass hier das tödliche Gas ausgetreten ist. Der Ofen wurde stillgelegt.

Der Bewohner des Hauses wurde zur Beobachtung in das Krankenhaus Meran gebracht, es besteht aber keine Lebensgefahr.

Warnung vor tödlicher Gefahr Kohlenmonoxid

Die FFW Partschins möchte im Hinblick auf die kühler werdende Jahreszeit, die Bevölkerung warnen: Kohlenmonoxid ist ein geruchloses Gast, das bei einer unvollständigen Verbrennung mit zu wenig Sauerstoffzufuhr entstehen kann. Es ist farblos, giftig und kann schnell zur tödlichen Gefahr werden. Oft werden Personen im Schlaf überrascht und sterben. „Die betroffene Person in Salten hatte sehr großes Glück“, sagt FFW-Kommandant Hans Steck. „Sie wurde wach und konnte noch selbst den Notruf verständigen und dadurch gerettet werden. Leider ist dies oft nicht mehr möglich. Das Anbringen eines kombinierten Rauch- und Kohlenmonoxidmelders kann Leben retten.“


ds

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