Mittwoch, 27. März 2019

Party am Obstmarkt: Um 24 Uhr ist draußen Schluss

Bisher konnte im Außenbereich am Obstplatz in Bozen bis 1 Uhr gefeiert werden. Damit ist jetzt Schluss.

Ab Mitternacht ist nun am Obstplatz Schluss mit Feiern im Außenbereich. - Foto: D
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Ab Mitternacht ist nun am Obstplatz Schluss mit Feiern im Außenbereich. - Foto: D

Am Montagabend haben sich die Vertreter des Komitees „Lebenswerter Obstmarkt“ und die Vertreter der 3 wichtigsten Barbetriebe „Nadamas“, „Black Sheep“ und der Bar „Margi“ getroffen. Nach längerer Diskussion hat man sich dann überraschenderweise einigen können: Die Gastwirte haben die Vorverlegung der Sperrstunde auf 24 Uhr akzeptiert. Die Gastwirte fordern sogar, dass ihnen die Stadtpolizei bei der Umsetzung der Regelung hilft. 

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Vermittelt haben das Treffen die SVP-Gemeinderätinnen Johanna Ramoser und Sylvia Hofer, die sich schon seit längerem mit der nächtlichen Ruhestörung am Obstmarkt beschäftigen. 

„Nach angeregter Diskussion haben Gastwirte und Anrainer sich einhellig darauf geeinigt, dass die Maßnahme der Stadt, die Sperrstunde auf 24 Uhr vorzuverlegen, zu begrüßen ist“, berichten Ramoser und Hofer nach dem Treffen.

Im Innenbereich der Lokale kann weiterhin bis ein Uhr aufgeschenkt werden. Damit soll sich die Lärmsituation am Obstmarkt zumindest etwas verbessern. Doch auch Maßnahmen für die Hygiene wurden besprochen. „Die Barbetreiber müssen sich nun darum kümmern, dass der Außenbereich, in dem sich die Gäste aufhalten, nach der Sperrstunde sauber gemacht wird“, erklärt Ramoser. Das gelte auch für Obstmarktstände, auf denen sich die Feiernden niederlassen und wo dann noch leere Flaschen oder Becher herumstehen.

Der zuständige Vizebürgermeister und Wirtschaftsstadtrat Christoph Baur betont in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis, dass es erfreulich sei, wenn man eine Konsenslösung gefunden habe. „Das ist immer besser, als mit Verboten eingreifen zu müssen“, sagt Baur.

Die Gemeinde werde ihr Bestreben, die Stadtpolizeiordnung anzupassen, jedenfalls weiter verfolgen. Baur hatte bekanntlich nicht nur die Vorverlegung der Sperrstunde vorgeschlagen, sondern auch, dass Personen nach einer gewissen Uhrzeit keinen Alkohol mehr an speziell ausgewiesenen öffentlichen Flächen konsumieren dürfen.

D/pir

stol