Mittwoch, 14. Dezember 2016

Patient tötet Doktoranden: Psychiater verurteilt

Ein Psychiater, dessen Patient aus dem Krankenhaus fliehen konnte und einen Doktoranden auf der Straße tötete, ist in Frankreich verurteilt worden.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichtete, erhielt der inzwischen pensionierte Psychiater von einem Strafgericht in Grenoble wegen fahrlässiger Tötung eine Haftstraße von 18 Monaten, die auf Bewährung ausgesetzt wurde.

Grund für Urteil ist unangemessene Betreuung

Der Anwalt des Verurteilten habe Berufung angekündigt. Die Kanzlei Balestas in Grenoble war auf dpa-Anfrage zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Vor acht Jahren sei an der Schizophrenie erkrankte Patient aus der Klinik geflohen. In Grenoble habe er sich ein Messer gekauft und damit auf der Straße den 26 Jahre alten Mann getötet, so AFP.

Das Gericht urteilte, dass der Arzt den als gefährlich bekannten Patienten im Alter von damals 56 Jahren unangemessen betreute und die Krankenakte nicht gekannt habe. Der Patient lebte in einem Teil der Klinik, für den der Psychiater damals verantwortlich war.

dpa

stol