6750 Patienten wurden anonym - in einem Zeitraum von fünf Wochen - u.a. über die Qualität der Behandlung, die Organisation, die Freundlichkeit des Personals, die Sauberkeit in den Krankenhäusern, die Unterbringung und die Abläufe befragt. 2831 Patienten haben den Fragebogen ausgefüllt. Das Ergebnis: Auf einer fünfteiligen Skala gab es von den Patienten eine durchschnittliche Note von 1,55. (1: sehr zufrieden; 5: sehr unzufrieden).52 Prozent vergaben die Bestnote, 40 Prozent waren zufrieden. Nur ein Prozent der Befragten war sehr unzufrieden.Die Höchstnote erhielt das Sterzinger Krankenhaus (1,27), gefolgt von den Spitälern in Innichen (1,35), Brixen (1,4), Schlanders (1,41), Meran (1,45), Bruneck (1,5) und Bozen (1,66).Im Sterzinger Krankenhaus waren 72 Prozent sehr zufrieden, in Bozen waren es 43 Prozent.Personen, die nicht aus Südtirol stammen (69 Prozent waren sehr zufrieden; Durchschnittsnote: 1,33) vergaben höhere Noten als Patienten, die in Südtirol wohnen (52 Prozent; 1,56); Frauen (50 Prozent waren sehr zufrieden) gaben sich etwas kritischer als Männer (56 Prozent).VerbesserungspotentialDie Durchschnittsnote für die Ärzte (1,48) war ebenso gut wie jene des Pflegepersonals (1,32). 92 Prozent der Patienten fühlten sich in „sicheren Händen“ (gute oder sehr gute Bewertungen), für 94 Prozent war das Pflegepersonal „geschult und fachlich gut“.„Nur“ 80 Prozent waren hingegen mit der Behandlung der Schmerzen zufrieden.Verbesserungspotential gibt es auch bei der Erreichbarkeit der Ärzte während des stationären Aufenthaltes und bei der Organisation medizinischer Abläufe. Auch wünschen sich die Patienten mehr Mitsprachemöglichkeiten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Ärzte und Pfleger. Auch bei der Vorbereitung auf die Entlassung sprachen sich die Befragten für eine Verbesserung aus. Laut dem Sanitätsbetrieb liegt Südtirol bei der Patientenzufriedenheit im Vergleich mit anderen Regionen in Italien auf Platz eins. In Deutschland sind 87 Prozent der Bundesbürger mit der stationären Gesundheitsversorgung insgesamt zufrieden (Quelle: Ernst & Young), in Südtirol sind es 91 Prozent der Patienten.stol