„Ich brauche Mehrheiten im Landtag und bei den italienischen Partnern war ohne diesen Kompromiss kein Durchkommen“, so Landesrat Luis Walcher. „Der Preis des Kompromisses ist allerdings, dass er jeder Logik entbehrt“, sagt Gemeinden-Chef Dominik Oberstaller.<BR /><BR />Jahrelang von Pleiten, Pech und Pannen begleitet, sollte der DNA-Test für Vierbeiner ab 2027 durch eine Hundesteuer von 100 Euro ersetzt werden. 12.000 Hundebesitzer, die ihren Waldi bereits getestet hatten, sollten zwei Jahre befreit sein. Ab 2029 hätte aber jeder Hundehalter seinen Beitrag leisten sollen – auch Touristen mit einer Ortstaxe von 1,5 Euro je Nächtigung.<h3> Kompromiss soll abgesegnet werden</h3> Jetzt kommt es anders. Morgen soll der Rat der Gemeinden einen „Kompromiss“ absegnen. „Nötig war er, weil ich mit meinem Vorschlag bei den italienischen Koalitionspartnern auf Granit gebissen habe“, so Landesrat Luis Walcher. Er aber brauche Mehrheiten im Landtag, um beim Haushalt im Dezember eine neue Regelung durchzubringen. Sonst zahlen ab Jänner 27.000 Hundehalter, die ihren Hund nicht DNA-getestet haben, saftige Strafen“, argumentiert Walcher. <h3> Mit DNA-Test zu lebenslanger Steuerbefreiung</h3> Laut Kompromiss soll es künftig zwei Kategorien von Hundebesitzern geben: Wer einen DNA-Test vorlegen kann, zahlt für den Vierbeiner lebenslang keine Steuer. Wer keinen Test hat, muss bluten. An der Abgabe für Touristen-Hunde hält Walcher hingegen fest, obwohl der HGV dagegen Sturm läuft.<BR /><BR />Von den Gemeinden kommt Widerstand. „Walcher hat das Problem geerbt und wir verstehen seine Lage. Der Kompromiss hat jedoch keine Logik mehr“, so Präsident Oberstaller und sein Vize Felix Nagler. Jede Steuer müsse gerecht sein und aus einem bestimmten Grund eingeführt werden, in diesem Fall Hygiene. „Jeder Hund hinterlässt jedoch ein Häufchen, und wenn Herrchen aufräumt, haben wir Kosten für Hundetoiletten, deren Reinigung, Säckchen. Ob ein Hund getestet sei oder nicht, macht da keinen Unterschied“, so Oberstaller. Walchers Kompromiss sei eher eine Bestrafungssteuer, damit alle ihren Hund testen lassen. „Das ist billiger und wir bleiben auf den Kosten sitzen“, so Nagler.