Es war eine Szene wie aus einem Actionfilm, als der Notarzthubschrauber Pelikan 1 am vergangenen Samstag über dem zugefrorenen Kalterer See heranschwebte und scheinbar auf dem Eis aufsetzte: Eine Frau hatte sich beim Schlittschuh laufen schwer am Bein verletzt und musste versorgt werden. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/rettungseinsatz-am-kalterer-see-notarzthubschrauber-landet-auf-eisdecke" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a><BR /><BR />Den Einsatz beobachteten zahlreiche Augenzeugen, die selbst auf dem Eis unterwegs waren. Videoaufnahmen machten anschließend im Netz die Runde und wurden auch der STOL-Redaktion geschickt. Viele fragten sich: „Wie kann es sein, dass das Eis das Gewicht des Helikopters trägt? Ist es nicht viel zu gefährlich auf dem Eis zu landen?“ <BR /><BR /> <video-jw video-id="dM14CKhU"></video-jw> <h3> Im Schwebeflug über dem Eis</h3>Die Auflösung des Rätsels liefert das Team des Pelikan 1 nun auf Nachfrage von STOL: Der Hubschrauber ist zu keinem Zeitpunkt auf dem Eis gelandet. Was für die Beobachter wie eine Landung aussah, war in Wirklichkeit fliegerische Präzisionsarbeit. Der Pilot hielt die Maschine etwa 15 bis 20 Zentimeter über der Eisdecke in der Schwebe.<BR /><BR />Durch dieses Manöver konnte das Sanitäterteam direkt auf das Eis abgesetzt werden, um die Patientin erstzuversorgen. Anschließend wurde sie geborgen und ins Bozner Krankenhaus geflogen.<BR /><BR />Grundsätzlich hätte die Crew die Möglichkeit gehabt, die Bergung aus größerer Höhe mittels Seilwinde durchzuführen, sie entschied sich aber bewusst für das Absetzen im Schwebeflug, da die Rettungsaktion so schneller und effizienter ablaufen konnte.<BR /><BR />Auf einer Eisfläche tatsächlich aufzusetzen, wäre laut dem Team des Pelikan 1 viel zu gefährlich. Das Risiko eines Einbruchs wäre am Samstag am Kalterer See unkalkulierbar gewesen. Was wie ein riskantes Manöver wirkte, war also in Wahrheit ein genau geplantes und kontrolliertes Vorgehen.