Ein Rückblick: Im Februar 2021 hatte es eine erste Anfrage von Seiten der HELI-Flugrettung Südtirol, dem Trägerverein der Südtiroler Flugrettung, an die Gemeinde Terenten zur Verlegung der Basis Brixen auf ein Grundstück unterhalb des Terner Siedlungsgebietes gegeben. Im Dorf aberregte sich schnell Widerstand gegen das Vorhaben. Schon im Mai legte ein Bürgerkomitee mehrere Hundert Unterschriften gegen die Errichtung der Basis Terenten vor.<BR /><BR />Nach einem Treffen zwischen Gemeinde und HELI wurde das Vorhaben im Juni im Gemeinderat diskutiert und abgelehnt. Auch die Nachbargemeinde Pfalzen hatte zu dieser Zeit bereits klar signalisiert, dass eine eventuelle Verschiebung des Standorts von Terenten auf Pfalzner Gemeindegebiet nicht in Frage komme. Seither war es nach außen hin still geworden um die Standortpläne im Pustertal.<BR /><BR />Nun kommt wieder Bewegung in das Vorhaben, zumal die Umbaupläne beim Brixner Krankenhaus, die eine Aussiedlung der Basis vorsehen, konkreter zu werden scheinen.<BR /><BR />Zumindest für eine Übergangszeit von einigen Monaten ab Frühling 2023 würde der Flugplatz Toblach als neuer Standort ins Auge gefasst, bestätigt Toblachs Bürgermeister Martin Rienzner. Am Flugplatz Toblach bestünden bereits einige der notwendigen Infrastrukturen. Deshalb unterstütze er persönlich eine Übergangslösung absolut. Auch sei es außer Zweifel, dass im Pustertal und Dolomitengebiet zahlreiche Einsätze geflogen werden.<BR /><BR />„Für mich steht die Wichtigkeit der Flugrettung außer Zweifel“, sagt Rienzner. Dennoch sehe er eine fixe Basis in Toblach kritisch, zumal erstens die Toblacher mit dem bereits bestehenden Flugverkehr schon belastet seien und zweitens Toblach für Gebiete, wie etwa das Wipptal, wohl doch „zu peripher“ sein dürfte. <BR /><BR />HELI-Südtirol-Direktor Ivo Bonamico wollte gestern noch keine Stellungnahme abgeben. Es müssen noch einige „Unklarheiten“ ausgeräumt werden, erklärte Bonamico.