Deshalb gibt es auch in Südtirol immer mehr kleine Heizanlagen mit händischer Befüllung. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat zusammen mit der Arbeiterkammer Oberösterreich eine Qualitäts- und Preisüberprüfung für diese Sackware durchgeführt.Die Heizwerte von Holzpellets – als 15 kg Sackware gekauft – nahm die Verbraucherzentrale Südtirol unter die Lupe. Elf Proben wurden in Südtirol gekauft, vorzugsweise jene mit mit einem entsprechenden Gütesiegel (wie Din Plus, Ö-Norm, Pellet Gold und die Europanorm EN Plus), und dann von der TU-Wien untersucht. Untersucht wurden auch neun Proben, gekauft der Konsumenteninformation der Arbeiterkammer Oberösterreich.Ergebnis der Untersuchung im Detail"Die analysierten Wassergehalte und Heizwerte, sowie auch die Stickstoffgehalte lagen innerhalb der anwendbaren Europäischen Norm (EN 14961-2) und des teilweise strengeren Zertifikates EN plus das nicht nur die Hersteller, sondern auch Händler an entsprechende Vorgaben bindet. Also eine gute Nachricht für die Käufer von Pellets mit Gütesiegel: die Qualität stimmt", so die VZS.Mittlerweile gelte eine einheitliche Pellets- Europanorm mit drei Güteklassen (A1, A2 und B), wobei vor allem die Klasse A1 für Konsumenten relevant sein dürfte (Kleinanlagen). "Unterschiede sind im Wesentlichen bei den Rohstoffen vorhanden: so besteht A1 aus Stammholz und chemisch unbehandelten Holzresten, A2 kann auch Rinde und Rückstände aus der Holzfällung aufweisen, B auch Altholz." Alle Pelletsproben liegen laut dem Vergleich beim Heizwert im Normbereich zwischen 17,2 und 19,2 MJ/kg. Die PreiseDie nur geringen Unterschiede bei der Qualität lassen die Preise in den Vordergrund rücken. "Die Bandbreite der Schwankung vom günstigsten 15 kg Sack zum teuersten war dabei schon beachtlich: Von 3,75 Euro bis immerhin 5,15 Euro. Letzterer war also um 37 Prozent teurer als der billigste Pelletssack. In Oberösterreich betrug die Preisspanne von 3,49 Euro bis 4,99 Euro. Der Durchschnittspreis betrug in Südtirol 4,39 Euro, in Oberösterreich 4,07 Euro pro Sack. Die in Südtirol gekauften Pelletssäcke waren beim Durchschnittspreis also um 7,9 Prozent teurer als in Oberösterreich", so das Fazit der Verbraucherzentrale.Wer gut und günstig abschneiden wolle, müsse nicht nur seinen Händler gut aussuchen, sondern kann auch „antizyklisch“ einkaufen: Im Sommer oder Frühherbst senken viele Händler die Pelletspreise. Dies gelte sowohl für Sack- wie für lose Ware.