Montag, 14. September 2015

Pens: Mehrere Muren hielten Feuerwehren auf Trab

Die Straße zum Penser Joch musste am Montag vollständig für den Verkehr gesperrt werden: Starker Regen hatte gleich mehrere Muren ausgelöst.

Foto: FFW Astfeld
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Foto: FFW Astfeld

„Es hat am Nachmittag starke Gewitter mit starkem Regen gegeben, sodass sich entlang der Straße zum Penser Joch einige kleinere Muren gelöst haben“, erklärte am Montagnachmittag Blasius Stuefer, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Astfeld.

Die Berufsfeuerwehr Bozen meldete fünf bis sechs Muren, die in der Gegend abgegangen sind.

Vorangegangen war den Muren ein starkes Unwetter: Wie der Landesmeteorologe Dieter Peterlin berichtete, fielen in Pens in nur zwei Stunden 70 Millimeter Niederschlag, seit Mitternacht waren es sogar 110 Millimeter.

Der starke Regen hatte im Penser Tal zwischen Astfeld und Pens einiges an Schaden angerichtet, genauer in den Fraktionen Essenberg, Gebracksberg, Muls sowie auch Öttenbach.

Brücken kontrolliert, Straßen verlegt, Pendler versorgt

Gegen 15.30 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren von Astfeld, Sarnthein und Pens alarmiert. Eine Straße war durch eine der Muren in der Nähe des Koflerhofs in Gebracksberg verlegt worden. Zunächst war unklar, ob sich ein Fahrzeug unter der Mure befand. Glücklicherweise stellte sich bald heraus, dass dem nicht so war.

Die Muren richteten zahlreiche Wasserschäden an, unter anderem am Almgebäude der Öttenbacher Alm und beim Schützhof. Auch mussten mehrere Brücken im Gebiet kontrolliert werden, da vor allem in Nordheim und Sarnthein die Talfer auf ein gefährliches Niveau stieg.

Im Pensertal trat das Hueber-Bachl in Muls über die Ufer, einige Strom- und Telefonmasten mussten von den Männern der Feuerwehren gesichert werden. Eine Gisse, die häufiger abgeht, hat auch diesmal die Straße auf dem Penser Joch verlegt, und auch die Straße nach Asten war nicht passierbar.

"Im Rahmen des Einsatzes wurden mehrere Bagger von privaten Firmen rekrutiert und in Bereitschaft versetzt", berichtete Einsatzleiter Blasius Stuefer von der Freiwilligen Feuerwehr Astfeld.

Die Pendler und Schüler, die ins Pensertal mussten, wurden in der Feuerwehrhalle Astfeld verpflegt, da die Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt war. Am Abend konnte sie wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Insgesamt waren 60 Mann der Feuerwehren im Einsatz: 34 der FFW Astfeld, 20 Mann der Wehr Sarnthein und sechs Mann der Station Pens.

stol

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