Nach den ergiebigen Niederschlägen und den milden Temperaturen der vergangenen Tage veranlasste die Gemeinde am Freitag die Schließung der Straße. Kontrollierte Auslösung der Lawine nicht möglichDie Gefahr geht vom steilen Hang oberhalb der Streiterhöfe aus. Am Sonntag traf sich die örtliche Lawinenkommission zu einem Ortsaugenschein.„Es sollte eigentlich der Hubschrauber kommen und die Lawine von der Luft aus kontrolliert auslösen; aber es herrscht zu dichter Nebel“, sagte Bürgermeister Franz Locher.Über Stunden warteten alle auf ein Zeitfenster ohne Nebel, um den Hubschrauber doch noch loszuschicken. Aber vergeblich. „Jetzt hoffen wir, dass sich am Montag das Wetter kurzzeitig bessert; es braucht nur eine Stunde für den Einsatz“, meinte Bürgermeister Locher.Mehr als zwei Meter Schnee - und es kommt noch mehrVor knapp zwei Wochen wurde eben an dieser Stelle die Schneedecke schon einmal vom Hubschrauber aus gesprengt. „Da ging der Neuschnee ab; der alte Schnee darunter war fest und hielt sich“, sagte Locher. So seien jetzt mit den 50 bis 60 Zentimetern Neuschnee rund zwei Meter Schnee in der Höhe – ein sehr nasser Schnee, den der Regen bis zum Boden aufgeweicht hat.„Das ist die große Gefahr derzeit“, betonte Bürgermeister Locher. Und in den nächsten Tagen sei erneut Schneefall angesagt.Kritisch war auch die Lage beim Lahnerhof in Aberstückl, wo eine Lawine die Zufahrt verlegte. Dort konnte die Straße geräumt werden. Mehrere kleinere Lawinen gingen in Asten bis kurz vor die Höfe ab.Aus Sicherheitsgründen konnte dort kein Schneepflug fahren. So auch auf der Zufahrt zu den Winkhöfen, wo ebenfalls akute Lawinengefahr herrscht.D/br__________________________Mehr Informationen über die Wetter- und Lawinensituation im ganzen Land finden Sie in der Montag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".