Freitag, 30. Oktober 2015

Perspektiven der Medizin in Südtirol aufgezeigt

Den Südtiroler Sanitätsbetrieb als attraktiven Arbeitsplatz stärken, der Abwanderung von qualifiziertem Personal entgegenwirken und neue Wege aufzeigen: dies die Hauptanliegen, die am Freitag beim dritten Südstern „Health and Science Symposium“ von Generaldirektor Thomas Schael vorgestellt wurden.

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Foto: © shutterstock

Das Symposium, welches an der EURAC in Bozen stattfand, ist eine Plattform für den Austausch zwischen Medizinern und Naturwissenschaftlern im In- und Ausland. Thomas Schael nutzte seinen Vortrag „Perspektiven der Medizin in Südtirol“ um zu betonen, dass der Sanitätsbetrieb vieles unternehmen werde, um qualifizierte Köpfe im Land zu behalten oder wieder ins Land zurückzuholen.

„Wir haben für Mediziner vieles zu bieten, sowohl was die Vielfalt der Standorte angeht als auch bei den Berufsprofilen“, so Thomas Schael. 

Die Gesundheitsversorgung vor Ort, im sogenannten „Territorium“, soll in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Ein Ziel des Sanitätsbetriebes sei es, die primäre Gesundheitsversorgung aus dem Krankenhaus in die Gesundheitssprengel zu bringen, erklärte Schael. Auch die Allgemeinmedizin spiele dabei eine wichtige Rolle, denn durch einen Zusammenschluss von Ärzten für Allgemeinmedizin, frei wählbaren Kinderärzten und Berufsgruppen (Krankenpflegern, Sozialassistenten, Psychologen, Verwaltungspersonal usw.) würden die Bedürfnisse der Bevölkerung besser abgedeckt als bisher.

Besonderes Augenmerk wird in Zukunft auf den Bereichen Informatisierung und Forschung liegen: „Die innovative Versorgung der Bevölkerung verlangt neue Konzepte“, so Generaldirektor Schael. „Durch EDV und E-Health-Dienste sollen die Bürgern gezielter zu den benötigten Gesundheitsleistungen kommen. Die elektronische Unterstützung der Medizin ist ein wichtiger Schwerpunkt der kommenden Jahre.“ 

Damit zusammen hängt auch der Ausbau der praxisnahen Forschung. Im Südtiroler Sanitätsbetrieb wird deshalb ein eigenes Forschungszentrum eingerichtet werden. „Forschung ist erwünscht und soll im Betrieb entsprechend gefördert werden“, davon ist Generaldirektor Schael überzeugt. Das „Center of Research, Development & Innovation“ soll in Zukunft Forschungsaktivitäten fördern und für das Gesundheitspersonal leichter zugänglich machen. „Zudem erhöht die wissenschaftliche Forschung auch im medizinischen Sektor die Attraktivität des Forschungsstandorts Südtirol sowie die Verbesserung der medizinischen Versorgungsqualität“, so Thomas Schael abschließend.

stol 

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