Freitag, 28. Mai 2021

Pestizid-Prozess: Freispruch für Alexander Schiebel

Der österreichische Buchautor Alexander Schiebel wurde am Freitag im Prozess wegen angeblich übler Nachrede freigesprochen.

Das Landesgericht Bozen hat Alexander Schiebel freigesprochen. - Foto: © Erika Gamper
Das Bozner Landesgericht begründete sein Urteil damit, dass der Tatbestand der üblen Nachrede in seinem Buch „Das Wunder von Mals“ nicht vorliege.

Am Mittwoch hatten Landesrat Arnold Schuler und die Spitzenvertreter der Erzeugerorganisationen der Obstwirtschaft ihre Strafanträge als Nebenkläger zurückgezogen.

Lediglich 2 der 1371 Bauern, die die Strafanträge mitunterzeichnet hatten, wollen diesen neuen Kurs nicht mittragen.

Aus diesem Grund wurde die Verhandlung gegen Karl Bär vom Verein Münchner Umweltinstitut auf den 22. Oktober vertagt.

Die Staatsanwaltschaft am Bozner Landesgericht hatte im November 2019 die Einleitung eines Hauptverfahrens wegen übler Nachrede gegen Schiebel und Bär veranlasst.

Im Buch „Das Wunder von Mals“ sowie auf Plakaten des Münchner Umweltinstitut hatten sie den Pestizideinsatz auf Südtiroler Apfelplantagen scharf kritisiert. Dadurch sahen Landesrat Schuler und die Südtiroler Landwirte ihr Ansehen verletzt.

pho

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