Mittwoch, 30. September 2020

Pestizid-Prozess: Friedensangebot gescheitert

Kein Friede in Sachen Pestizide: Aufgrund weiterer Aktionen der Pestizid-Gegner um Alexander Schiebel und Karl Bär sind laut Landesrat Arnold Schuler die Verhandlungen gescheitert. Er sehe bei der Gegenseite „keinen Willen, die Sache friedlich zu klären“.

Der Prozess soll nun doch stattfinden.
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Der Prozess soll nun doch stattfinden. - Foto: © Erika Gamper
Vor 2 Wochen hatte Landesrat Arnold Schuler mit der Ankündigung, die Klage gegen Alexander Schiebel und Karl Bär zurückzuziehen, für einen Paukenschlag gesorgt. Nun steht aber fest: Der Prozess soll doch stattfinden. Am Mittwoch hat Landesrat Arnold Schuler der Gegenseite mitgeteilt, dass die Verhandlungen doch stattfinden sollen.

Die Vorgeschichte hatte vor 3 Jahren für viel Wirbel gesorgt: Während der Malser Ex-Bürgermeister Ulli Veith mit seinem Referendum als Medienstar gefeiert wurde, stand die konventionelle Landwirtschaft als Buhmann am Pranger. Auf Plakaten des Münchner Umweltinstituts sowie im Buch von Alexander Schiebel („Das Wunder von Mals“) wurde sie derart in ein schiefes Licht gerückt, dass es Landesrat Schuler reichte. Weil von „vorsätzlicher Tötung“ durch Pflanzenschutzmittel die Rede war und dass „Kinder sozusagen am Spielplatz vergiftet“ würden, reichten Schuler und 1500 Bauern Klage ein.



„Wenn ich sehe, was seither in den soziale Medien abgelaufen ist, so haben ich, die Obstwirtschaft und die bäuerlichen Verbände nicht den Eindruck, dass unser Friedensangebot Ernst genommen wird und die Gegenseite die Absicht hat, die Sache friedlich zu bereinigen“, wird Schuler im Tagblatt „Dolomiten“ am Mittwoch zitiert.

Ihm gehe es nicht darum, dass er in TV-Sendungen wie „Frontal 21“ sein Fett abbekommen habe. Vielmehr werde Schiebel in sozialen Netzwerken als „Superman“ dargestellt. Auf die Palme bringt Schuler, dass Schiebel das Friedensangebot als „Schuldeingeständnis“ von Land und Obstwirtschaft darstelle.

„Auch seine Äußerungen, er würde alles noch einmal gleich tun, lassen nicht auf eine einvernehmliche Lösung schließen,“ betont Schuler.

stol/d/bv

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