In einer Aussendung betonen die Brunecker Stadtwerke, dass für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefährdung bestanden hat.<BR /><BR />Festgestellt wurden die erhöhten Werte beim Wasserbrunnen neben der Pfarrkirche von St. Georgen. Das bei den Kontrollen gefundene Metolachlor-ESA entsteht laut Aussendung der Stadtwerke aus dem Abbau des Pestizid-Wirkstoffs S-Metolachlor. Dieser Stoff wird beim Anbau von Mais, Sonnenblumen und Soja als Herbizid eingesetzt. Dessen Ausbringung wird aber in gut 2 Monaten, ab dem 23. Juli 2024, europaweit verboten. Die Landesregierung hat sich gestern hingegen für eine sofortiges Verbot des Pestizids ausgesprochen. In der nächsten Sitzung sollen dafür die erforderlichen Maßnahmen erlassen werden.<h3> „Keine Gefahr“</h3>Am Brunnen wurden bisher 2 Proben entnommen. Dabei wurden Werte von Metolachlor-ESA von 0,5 Mikrogramm pro Liter und 0,39 Mikrogramm pro Liter nachgewiesen. Der gesetzliche Grenzwert beläuft sich aber auf 0,1 Mikrogramm pro Liter. Wie Stadtwerke-Generalsekretär Gustav Mischi erklärt, „belegen Studien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, dass Trinkwasser mit den gefundenen Konzentrationen aber keine Gefahr darstellt, auch dann nicht, wenn es über einen längeren Zeitraum getrunken wird.“ Für die Bevölkerung habe demnach nie eine Gesundheitsgefährdung bestanden.<BR /><BR />Auf die leichte Schulter wird das Problem dennoch nicht genommen. „Stadtwerke, Sanitätsbetrieb und Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz werden in den kommenden Wochen weitere Proben entnehmen und Analysen durchführen“, verspricht Mischi.<h3> Wasser fließt bis auf Weiteres nicht ins Netz ein</h3>Solange das „Kappra“-Wasser nicht einwandfrei ist, wird es nicht ins Trinkwassernetz einfließen. Einstweilen wird St. Georgen ausschließlich aus dem Versorgungsnetz Bruneck versorgt. „Die Trinkwasserversorgung der Stadt Bruneck auf mehrere Beine zu stellen, erweist sich einmal mehr als weitsichtig. Dadurch wird die Versorgungssicherheit auch in Ausnahmefällen wie diesen gewährleistet“, meint Bürgermeister Roland Griessmair.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64648297_listbox" />