Der 90-Jährige wurde am Donnerstag im evangelischen Friedhof von Meran im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt.Peter Hölzl wurde am 10. Juli 1920 in Andrian geboren und lebte in Meran. Er war Musiklehrer und leitete die Kirchenchöre von Andrian, Marling, des Stadtpfarrchors Meran und des Pfarrchors Algund. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an den Hochschulen von Wien und Stuttgart. Sein dortiger Kompositionslehrer, der international angesehene Komponist Johann Nepomuk David, wird sein großes Vorbild und prägte sein weiteres künstlerisches Schaffen. Hölzl erwarb als erster am Bozner Konservatorium das Kompositionsdiplom. 1958 begann seine musikalische Lehrtätigkeit in Südtirol. Er unterrichtete Tonsatz am Konservatorium in Bozen und war für Südtirols Jugend viele Jahre an der Lehrerbildungsanstalt in Meran als kompetenter und allseits beliebter Musiklehrer tätig. Zudem war er Referent bei unzähligen Seminaren des Südtiroler Sängerbundes, der diözesanen Kommission für Kirchenmusik und des Verbandes Südtiroler Musikkapellen sowie viele Jahre Mitglied des Musikrates des Südtiroler Sängerbundes und der diözesanen Kirchenmusikkommission.Als engagierter Kirchenmusiker war er stets drauf bedacht, in Zusammenarbeit mit dem Seelsorger die Gottesdienste zu lebendigen und beeindruckenden Feiern zu gestalten. Sein kompositorisches Schaffen besteht hauptsächlich aus geistlichen und weltlichen Chorwerken, Kammermusik und einigen Stücken für Blasorchester und Bläserensembles. Viele Ehrungen und Auszeichnung wurden ihm zuteil. Bereits vor 20 Jahren wurde er mit der selten verliehen Orlando-di-Lasso-Medaille des Allgemeinen Cäcilienverbandes der deutschsprachigen Länder (ACV) ausgezeichnet. Er war Träger des goldenen Ehrenzeichens des Südtiroler Sängerbundes und erhielt 1983 den Walther-von-der-Vogelweide-Preis für seine musikerzieherische Tätigkeit in Südtirol. 1999 wurde er zum Ehrenmitglied des Pfarrchors Algund ernannt. Das Ehrenkreuz des Landes Tirol (2000) und die Ehrenurkunde der Gemeinde Algund waren weitere Anerkennungen seiner Verdienste.Trotz aller Ehrungen und internationaler Anerkennung ist Peter Hölzl stets ein überaus bescheidener und selbstloser Mensch geblieben: „Es ist nicht mein Verdienst, sondern ein Geschenk Gottes.“ Ebenso bescheiden, still und leise hat er sich von dieser Welt verabschiedet. Alle, die Peter Hölzl gekannt und geschätzt haben, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.Stephan Niederegger