Freitag, 18. Mai 2018

Peterlin: Warum vermiest uns Google das Pfingstwetter?

Immer wieder wird Landesmeteorologe Dieter Peterlin gefragt, wieso das Wetter im Internet schlechter angezeigt wird als es tatsächlich ist. Der Grund dafür liegt in der Interpretation der Daten.

Google zeigt schon bei geringen Regenwahrscheinlichkeiten ein Regensymbol. - Foto: Google
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Google zeigt schon bei geringen Regenwahrscheinlichkeiten ein Regensymbol. - Foto: Google - Foto: © shutterstock

„Gerade zu den Feiertagen fällt das besonders auf“, schreibt Peterlin auf Twitter. Google beziehe seine Daten genauso wie der Landeswetterdienst von internationalen Rechenzentren, die die Wetterkarten mit Hoch uns Tiefs erstellen. Der entscheidende Unterschied liege aber in der Interpretation der Daten.

„Derzeit“, so Peterlin, „gibt es jeden Tag eine Regenwahrscheinlichkeit von 30 Prozent, d.h. mancherorts in Südtirol regnet es, aber nicht überall. Google zeigt schon bei geringen Regenwahrscheinlichkeiten ein Regensymbol, während wir erst bei einer Wahrscheinlichkeit ab 50% ein Regensymbol zeigen“.

Im Text hingegen könne genauer beschrieben werden, ob und wie viele Regenschauer es gibt.

Außerdem fehle den internationalen Portalen die lokale Erfahrung und Ortskenntnis in den Alpen, um die vorgefertigten Wetterkarten zu verbessern. „Ein lokaler Wetterdienst und Meteorologe kann in der Regel das Wetter für sein Gebiet besser vorhersagen als eine internationale und automatisierte App und Homepage“, meint Peterlin.

stol/ansa

stol