Und zwar mit höherer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen. Für Krankenpfleger in Seniorenwohnheimen oder in Krankenhäusern soll es künftig den selben Kollektivvertrag geben, kündigt Landeshauptmann Arno Kompatscher an – mit dem Ziel einer Aufbesserung, auch finanziell. <BR /><BR />30 Millionen Euro habe das Land schon bereitgestellt. „Wir sind bereit, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen“, verspricht Landeshauptmann Arno Kompatscher. Wie viel, lässt er allerdings offen. Dieses Geld werde dann bereitgestellt, „wenn sich Notwendigkeiten im Zuge der Verhandlungen ergeben, damit es zu dieser Angleichung und Verbesserung kommen kann“, meint Kompatscher. Der Landeshauptmann betont auch: „Man möge den Mut haben, über innovative Arbeitszeitmodelle zu reden, um das Ganze attraktiver zu machen.“ Das Ziel sei ein Mehr an besseren, motivierenden Arbeitsbedingungen – auch was die Überstunden und Mehrstunden betreffe. „Das wird etwas kosten, aber das ist notwendig. Wir wollen konkurrenzfähig sein in diesem Bereich“, betont der Landeshauptmann. „Der Pflegeberuf muss attraktiv werden – vom Ökonomischen, aber auch von den Arbeitsbedingungen her.“ Viele Krankenpfleger würden am universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe „Claudiana“ in Bozen ausgebildet, „aber zu viele beginnen dann ihre Arbeit in Österreich oder in der Schweiz.“ Das Ziel sei, in Südtirol eine ähnliche Situation wie in den Nachbarländern zu bieten.<BR /><BR />In der Landesregierung habe man gestern festgelegt: Es müsse künftig den selben Kollektivvertrag für Pfleger in den Alters- und Pflegeheimen sowie für Pfleger im Gesundheitsbereich – in den Krankenhäusern – geben. Weiterhin würden aber 2 Verträge zur Anwendung kommen – jedoch mit identischen Inhalten. „Das bedeutet aber nicht eine Nivellierung nach unten“, versichert Kompatscher. „Es wird überall das Bessere gewählt werden, so dass es insgesamt eine Aufbesserung gibt – was das Ökonomische und auch, was die Arbeitsbedingungen betrifft.“<BR /><BR />Der Direktor des Verbandes der Seniorenwohnheime, Oswald Mair, begrüßt diese Ankündigungen. Die finanzielle Angleichung sei wichtig, denn Geld sollte für Krankenpfleger nicht ausschlaggebend sein bei der Auswahl ihres Arbeitsplatzes. Die Pfleger sollten dort arbeiten, wo sie ihren Beruf gerne ausüben, betont Mair. Nun gelte es aber auch, diese angekündigten Ziele dann auch wirklich umzusetzen. Es werde auch in Zukunft Unterschiede geben, ob jemand in der Notaufnahme, mit psychisch Kranken oder mit dementen Menschen arbeite. Die Grundausrichtung der Verträge sollte aber vereinheitlicht werden, damit die Mitarbeiter dann – egal wo sie arbeiten – wirtschaftlich und von der normativen Ausrichtung den gleichen Vertrag hätten, so Mair.<BR /><BR /><BR />