<BR /> Ein Blick auf die Statistiken macht das ganze Ausmaß des Dilemmas offenbar: Denn während in den vergangenen Jahren laut Ressort Pamer jeweils zwischen 7.200 und 8.200 Anfragen auf eine Einstufung eingegangen sind (2022: 7.268; 2023: 7.910; 2024: 8.122; 2025: 7.421), wurden jährlich nur zwischen 4.500 und 6.300 bearbeitet, Tendenz der vergangenen drei Jahre abnehmend (2022: 4.522; 2023: 6.298; 2024: 5.506; 2025: 5.186). Die nicht bearbeiteten Ansuchen eines Jahres müssen also im Folgejahr zuerst abgearbeitet werden, bevor neue Ansuchen berücksichtigt werden können. Der Stapel auf den Schreibtischen der Einstufungsteams – zuletzt waren es zudem nur noch 17 Teams statt der vorgesehenen 26 – wächst durch diese Überhänge also mit jedem Jahr. <BR /><BR />Die Team-K-Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder wollte es bei der April-Landtagswoche genau wissen und hat daher in der Aktuellen Fragestunde nach den bis dato noch immer nicht bearbeiteten Ansuchen aus dem Vorjahr gefragt. Demnach waren bis zum Zeitpunkt der Beantwortung der Frage – also Mitte April – noch immer 3.187 Einstufungsgesuche aus dem Jahr 2025 unbearbeitet. <BR /><BR />Die Teams, auch das geht aus der Antwort der Landesrätin auf die Anfrage hervor, haben im Jahr 2024 458 Gesuche pro Monat abgearbeitet, im vergangenen Jahr 432 pro Monat. Nimmt man wohlwollend (trotz aktuell weniger Teams als im Vorjahr) einen Mittelwert der bearbeiteten Gesuche pro Monat (445) als Referenz, dann braucht man allein für die Gesuche aus 2025 noch sieben Monate. Mit der Bearbeitung von Gesuchen aus dem heurigen Jahr kann so erst Mitte November begonnen werden. Rieder ist sauer: „Man kann sich nicht ständig auf den Personalmangel bei den Einstufungsteams herausreden. Um diesen Gesuchsstau zu beseitigen, braucht es vereinfachte Verfahren und neue Lösungen, damit die Familien nicht weiter monatelang im Regen stehen gelassen werden.“ <BR /><BR />Man reagiere ja bereits, kontert Landesrätin Rosmarie Pamer und bleibt zuversichtlich: „Der Beschluss zur Amtseinstufung von Demenzpatienten und -patientinnen erfolgt in der nächsten Sitzung der Landesregierung [diesen Freitag, Anm. d. Red.]. Dadurch wird es uns sicher gelingen, die Abarbeitung der Einstufungen zu beschleunigen.“