„Denn ein Team schafft im Schnitt nur eine Einstufung pro Tag – da läuft etwas gewaltig schief“, kommentiert Rieder. <BR /><BR />Von den aktuell 17 verfügbaren Teams für die Einstufung pflegebedürftiger Personen arbeiten nur sechs in Vollzeit. Die restlichen elf sind nur in Teilzeit beschäftigt. Diese Tatsache kam nun auf dezidierte Nachfrage der Landtagsabgeordneten Maria Elisabeth Rieder (Team K) im Landtag ans Licht. <BR /><BR />Im September vergangenen Jahres hatte die zuständige Landesrätin ein ganzes Bündel von Maßnahmen angekündigt, um die Wartezeiten zu verkürzen (wir haben berichtet). Mit dabei: eine Personalspritze für die Einstufungsteams. Von den damals 17 Teams wollte man auf mindestens 20 oder auch mehr kommen. Doch nicht nur ist seither kein Team dazugekommen, „die Zahl 17 täuscht auch noch“, weiß Rieder seit der jüngsten Aktuellen Fragestunde im Landtag: „Nach zahlreichen Anfragen zum Thema liegt nun Klarheit vor: Von 17 Teams arbeiten lediglich sechs in Vollzeit, die übrigen nur in Teilzeit.“ <BR /><BR />Laut Antwort von Landesrätin Pamer arbeiten neben den sechs in Vollzeit weitere drei Teams vier Arbeitstage die Woche, vier Teams arbeiten 3,5 Arbeitstage die Woche. Ein Team kommt auf drei Arbeitstage die Woche und ein weiteres auf 2,5 Arbeitstage die Woche. Die beiden anderen Teams bestehen aus Mitarbeitern, sogenannte „Springer“, die landesweit unterwegs sind. „Real sind damit landesweit lediglich 12,5 Vollzeit-Teams im Einsatz“, rechnet Rieder vor. Eine Tatsache, die bisher so nicht kommuniziert worden war. „So funktioniert Transparenz nicht“, ärgert sie sich. <BR /><BR />„Ich bin entsetzt“, reagiert Edith Moroder, Vize-Präsidentin der Südtiroler Alzheimer-Vereinigung ASAA. Auch ihr war dieser Umstand bislang nicht bekannt. „Da braucht man sich nicht wundern, dass die Wartezeiten immer länger statt kürzer werden“, fügt sie hinzu. Für Familien von an einer Form von Demenz erkrankten pflegebedürftigen Angehörigen soll die Warterei zwar demnächst „Geschichte“ sein: Künftig werden Menschen mit einer Demenzdiagnose direkt einer Pflegestufe zugeordnet. Damit entfällt die Bewertung durch ein Pflegeeinstufungsteam – und die Wartezeiten für die „normale“ Einstufung dürften sich reduzieren. Und Landesrätin Pamer verspricht zudem Abhilfe durch zwei weitere Teams: Bereits im Herbst habe man das Auswahlverfahren abgeschlossen „und die Termine für die Einsatzbereitstellung erhalten. Langfristig sollen durch weitere Maßnahmen insgesamt 26 Teams entstehen.“