„Das wäre kein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern“, winkt Pamer ab. Man sei dabei, die 17 Einstufungsteams auf 22 aufzustocken. Bis wann, bleibt allerdings offen.<BR /><BR />Dass die Opposition im Landtag geschlossen mobil macht, ist selten. Diesmal tragen alle (auf Anfrage auch Andreas Colli, der nicht unterschrieben hat) einen Beschlussantrag von Maria Elisabeth Rieder mit. Wie in Covid-Zeiten wird eine Pflegeeinstufung von Amts wegen gefordert, um den Rückstau abzubauen. Vom Vorjahr warten noch 3.374 Anträge auf Bearbeitung. Zudem soll Personal des Sanitätsbetriebs und Externe hinzugezogen werden. „Ohne Sondermaßnahmen bleibt diese untragbare Situation für die Familien bestehen, die oft in finanzielle Vorleistung gehen müssen“, so Rieder. Pamer habe zwar im Herbst Maßnahmen angekündigt. „Getan hat sich aber nichts.“<h3> Pamer gegen Einstufung von Amts wegen</h3>Pamer muss darauf setzen, dass die Mehrheit kompakt ist. Die Mehrheit hat nur eine Stimme mehr als die Opposition, und wenn jemand fehlt oder aus der Reihe tanzt, wie letzthin öfter, wird es knapp. Die Landesrätin verweist deshalb auf Treffen von SVP-Fraktion und Mehrheit am Montag, wo entschieden wird. Ihr Vorschlag laute aber, den Antrag abzulehnen. Annehmen will sie nur Punkt vier, mit dem eine interdisziplinäre Kommission, die über Vereinfachungen beraten soll, eingesetzt wird.<BR /><BR />„Ich bin gegen Einstufungen von Amts wegen. Es geht um Steuergelder und ich wundere mich, dass gerade Parteien wie das Team K und die Süd-Tiroler Freiheit, die in ihren Reden stets einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld anmahnen, jetzt eine Einstufung ohne Prüfung des Bedarfs einfordern. Das nenne ich Wasser predigen und Wein trinken“, so Pamer.<h3> 20 Prozent der Antragsteller ohne Anrecht</h3> Covid sei eine Notsituation gewesen. Nachträgliche Kontrollen ergaben jedoch, dass bis zu 20 Prozent der Antragsteller kein Anrecht auf das Pflegegeld hatten. Zudem seien viele mit der Einstufung in die 1. Stufe nicht zufrieden, verlangen eine höhere. „Dann muss man wieder prüfen“, so Pamer. 2025 wurden 5.186 von 7.427 Einstufungen vorgenommen, davon 1.000 aufgrund fortgeschrittener Krankheit von Amts wegen.<BR /><BR />Man habe die Räume für Pflegeteams erhöht, bemühe sich. Gespräche, sie von 17 auf 22 aufzustocken. Einen genauen Zeitpunkt, wann 22 Teams aktiv sein werden, kann Pamer aber nicht nennen. Das hänge von Abmachungen mit den bisherigen Arbeitgebern ab.