Montag, 12. April 2021

Model nach allergischem Schock Pflegefall: 29,5 Millionen Dollar Schmerzensgeld

Chantel Giacalone war ein aufstrebendes Model, doch seit dem Biss in eine Erdnussbutter-Brezel und die darauffolgende allergische Reaktion benötigt sie 24-Stunden-Pflege: Nun erhält ihre Familie Schmerzensgeld in Höhe von 29,5 Millionen US-Dollar.

Chantel Giacalone – einige Monate vor ihrem Unfall, der sie für immer ans Bett fesseln sollte: Sie war auf dem besten Weg, eine erfolgreiche Karriere im Showgeschäft zu starten und hatte unter anderem eine Rolle in „The Butterfly Effect 3“ ergattert.
Chantel Giacalone – einige Monate vor ihrem Unfall, der sie für immer ans Bett fesseln sollte: Sie war auf dem besten Weg, eine erfolgreiche Karriere im Showgeschäft zu starten und hatte unter anderem eine Rolle in „The Butterfly Effect 3“ ergattert. - Foto: © Chantel_giac/Instagram
Im Februar 2013 war Chantel Giacalone, die auch Rollen in „The Butterfly Effect 3: Revelations“ und der Webserie „Hollow Walls“ hatte, als Model in Las Vegas: Dort passierte der verhängnisvolle Unfall. Eine kleine Brezel mit Erdnüssen wurde der Allergikerin zum Verhängnis, wie Medien berichten: Giacalone merkte sofort, dass etwas nicht stimmte – sie erlitt einen anaphylaktischen Schock. „Lass mich nicht sterben“, soll sie zu ihrer Freundin gesagt haben.

Giacalone erlitt einen schweren Sauerstoffmangel – obwohl die sofort alarmierten Sanitäter ihr Adrenalin verabreicht hatten. Wie sich zeigen sollte, reichten die Maßnahmen nicht.

Seither ist die inzwischen 35-Jährige auf Pflege rund um die Uhr angewiesen. Sie wird künstlich ernährt und kann nur mit Hilfe eines Computers, der ihre Augenbewegungen registriert, mit der Außenwelt kommunizieren. Ihre Eltern pflegen sie zu Hause.

Ein Gericht in den USA hat der Familie nun 29,5 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld zugesprochen. Giacalones Anwalt, Christian Morris, hatte in der Zivilklage argumentiert, dass die Ambulanz ihre allergische Reaktion fahrlässig behandelt hatte. Die Sanitäter hätten intramuskuläres Epinephrin eingesetzt, aber für eine vollständige Anaphylaxie seien Infusionen erforderlich gewesen.

stol