Montag, 04. Mai 2020

„Phase 2“ in Italien: Schlangen auf Bahnhöfen

Mit Beginn der „Phase 2“ in Italien mit mehr Bewegungsfreiheit ist es am Montag zu erheblich mehr Verkehr in den italienischen Städten gekommen. In Rom bildeten sich auf den Bahnhöfen Schlangen von Passagieren, die in Zügen einsteigen wollten. Wegen der Vorsichtsmaßnahmen wurde die Zahl der verfügbaren Plätze in den öffentlichen Verkehrsmitteln halbiert.

Am ersten Tag nach dem Lockdown wurden die öffentlichen Verkehrsmittel stark frequentiert.
Am ersten Tag nach dem Lockdown wurden die öffentlichen Verkehrsmittel stark frequentiert. - Foto: © ANSA / ANSA/MASSIMO PERCOSSI
Auf den Autobahnen in der Region Venetien wurde am Montag ein 10-prozentiger Verkehrszuwachs gemeldet. Vor allem der Lkw-Verkehr nahm zu. Nach dem „Lockdown“ der vergangenen Monate kam es auch wieder zu mehr Wasserverkehr auf den Kanälen in Venedig. Der Bahnhof Santa Lucia blieb jedoch leer, da die meisten Züge in Mestre auf dem Festland halten.

Ein stärkerer Verkehr wurde auch in Mailand, Bologna und Turin gemeldet. Vier Millionen Arbeitnehmer konnten am Montag wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Die Italiener sehnen sich nach fast 2-monatiger Quarantäne nach frischer Luft. Am Montag wurden bei strahlendem Wetter Parks und Grünflächen wieder geöffnet. Viele Jogger liefen schon am frühen Morgen in Parks in Mailand und Rom. Die Polizei kontrollierte, dass es zu keinen Ansammlungen kam.

Italien zählt zu den am härtesten von der Lungenkrankheit Covid-19 getroffenen Staaten, allerdings fiel die Zahl der gemeldeten Todesfälle am Sonntag mit 174 auf den niedrigsten Wert seit fast 2 Monaten. Insgesamt haben die Behörden 28.884 Todesfälle registriert.

apa