Donnerstag, 15. August 2019

Philadelphia: Bewaffneter gibt nach Schusswechsel auf

Nach stundenlanger Belagerung durch ein starkes Polizeiaufgebot und einem steten Schusswechsel hat ein Bewaffneter in der US-Ostküstenstadt Philadelphia in der Nacht auf Donnerstag aufgegeben. Der Mann hatte bei einer Polizeiaktion am Mittwoch das Feuer auf die Beamten eröffnet und dabei 6 Polizisten verletzt. Weitere 3 Beamte verletzten sich, als sie vor dem Kugelhagel in Deckung gingen.

Sechs Polizisten wurden verletzt Foto: APA (AFP/GETTY)
Sechs Polizisten wurden verletzt Foto: APA (AFP/GETTY)

Der polizeibekannte Mann verschanzte sich daraufhin in einem Haus und lieferte sich über Stunden hinweg Schusswechsel mit der Polizei. Fernsehbilder zeigten, wie der Mann in der Nacht aufgab und mit erhobenen Händen aus dem Haus kam.

Die Polizei hatte das Gelände im Stadtteil Nicetown-Tioga der Großstadt im US-Staat Pennsylvania mit einem Großaufgebot umstellt und weiträumig abgeriegelt. Menschen wurden über Twitter davor gewarnt, sich dem Tatort zu nähern. Fernsehbilder zeigten den Großeinsatz der Polizei, darunter auch schwer bewaffnete Spezialkräfte in Schutzkleidung. Die verletzten Beamten konnten das Krankenhaus nach kurzer Behandlung wieder verlassen, berichteten die US-Medien.

Das Weiße Haus teilte mit, Präsident Donald Trump sei unterrichtet worden und beobachte die Situation. Trump verbringt die Woche in einem seiner Golfklubs im US-Staat New Jersey. Die Vereinigten Staaten stehen derzeit unter dem Eindruck von 2 Schusswaffenangriffen, bei denen Anfang August dutzende Menschen getötet worden waren.

Bei einer offenbar rassistisch motivierten Attacke im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko wurden 22 Menschen erschossen. Kurz darauf tötete ein 24-Jähriger in Dayton im US-Staat Ohio neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

apa/ag.

stol