Dienstag, 28. Juli 2020

Philipp Burger zu Wolfsriss in Villnöß: „Könnte kotzen“

Nach den bestialischen Wolfsrissen auf der Kofelalm am Günther-Messner-Steig bei Villnöß platzt jetzt auch Frei.Wild-Sänger Philipp Burger der Kragen: „Mir reicht es, ich werde meine Schafe noch diese Woche von der Alm zurückholen, meinen Tieren möchte ich einen derart leidvollen Tod erspart lassen.“

Frei.Wild-Sänger Philipp Burger hat sich über die Wolfsrisse in Villnöß empört. - Foto: © Philipp Burger/Günther Pernthaler
Nachdem am Wochenende insgesamt 12 Brillenschafe auf der Kofelalm bei Villnöß auf besonders bestialische Art gerissen wurden, hat auch Frei.Wild-Sänger Philipp Burger die schockierenden Fotos der gerissenen Schafe geteilt, ebenso wie das Video, in dem Bauer Günther Pernthaler ein noch lebendes Lamm entdeckt, dem ein Vorderlauf abrissen wurde.

Der Sänger, der selbst Schafe züchtet, ist empört und lässt im Netz seiner Wut freien Lauf:

„Heute möchte ich mich mal zu einem Thema äußern, das mir mehr als nur am Herzen liegt. Und, ja es ist ein Thema das die Meinungen spaltet. Vor allem als Mensch, der heute selber Rinder, Pferde und Schafe züchtet und als Kind zwischen Almbewirtschaftung und Bergbegeisterten aufgewachsen ist, weiß ich, dass sich vieles verändert hat. Was die Neuansiedelung von Wolf, Bär und Goldschakal betrifft leider in eine Richtung die kein normal denkender Mensch für gut heißen kann.



Ich habe mich die letzten Monate wirklich quer durch Portale und Lektüren zum Herdenschutz gelesen, mir Videos angeschaut, auch Hunde- Herdenschutz angeschaut. Auch habe ich dieses Jahr mit mehreren Freunden begonnen unsere eigene Alm mit Zäunen zu schützen. Und nein, es ist einfach unmöglich. Wolfsabwehrhunde kommen auf unseren touristisch doch sehr frequentierten Almen genauso wenig in Frage wie sonstige wirklich effektive Schutzmaßnahmen wie Weidezäune, Mauern, Gräben oder Ähnliches. Wer unsere Almen, die großen Schneelasten, die Windgeschwindigkeiten kennt, kurz wer die Gelände- Beschaffenheiten kennt, wird es bestätigen, ein Schutz unserer Heimischen Nutztierrassen ist schlichtweg nicht möglich.



Solche Fälle, die sich am Sonntag zum nun wiederholten Male in Villnöß zugetragen haben, sollten auch jenen 'vermeintlichen' Wolf- und Bärenfreunden zu verstehen geben, dass sie schlichtweg keine Ahnung haben von dem was sie 'verzapfen'. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis die letzten Züchter ihr Handwerk niederlegen/ niederlegen müssen. Wer seine Tiere von klein auf aufzieht weiß, dass solche Bilder schwer zu ertragen sind. Ich frage mich wirklich: Müssen wirklich erst Menschen sterben, müssen wirklich erst ganze Almen zuwachsen, müssen wirklich die Wolf- und Bärenbefürworter selbst Schaden nehmen bis dieser Wahnsinn ein Ende hat?



Es tut mir leid, aber mir reicht es, werde meine Schafe noch diese Woche von der Alm zurückholen, meinen Tieren möchte ich einen derart leidvollen Tod erspart lassen. Und vergleicht jetzt bitte nicht eine professionelle Stresshormon-freie Schlachtung mit dem Blutrausch-Gemetzel, das Wölfe anrichten, wenn sie ihren Welpen das Jagen lernen. Könnte kotzen...


stol

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