Das großteils mit EU-Mitteln finanzierte Projekt erforschte den Einsatz von teilautonomen Drohnen zum Zwecke der Luftrettung in extremen Umgebungen. Das Interesse der Beteiligten galt dem nutzerorientierten Ansatz und der Weiterentwicklung. Im Zuge der Abschlussveranstaltung diskutierten rund 70 Teilnehmende aus Forschung, Unternehmen und Einsatzorganisationen die Projektergebnisse und die nächsten Schritte, um unbemannte Luftrettung in Bergregionen weiter voranzubringen. <h3> Zentrale Projektergebnisse vorgestellt</h3>„In Projekten wie START2 ist unsere Rolle als NOI, Unternehmen mit Forschungsinstituten wie Eurac Research und Anwendern – in diesem Fall den Bergrettungsorganisationen – zu vernetzen, damit Technologien schneller und effizienter aus der Entwicklung in die Anwendung kommen“, betonte Vincent Mauroit, Director of Innovation & Tech Transfer im NOI-Techpark.<BR /><BR />Somit wurden die zentralen Projektergebnisse vorgestellt – von Markt- und Technologieperspektiven bis hin zu Forschung rund um medizinische Evakuierungsszenarien und automatisierte Risikobewertung für die Flugplanung. <h3> 40 Bergretter lassen Drohnen steigen</h3>Zu den Fallbeispielen zählte eine Simulation zum Patiententransport mit einer Cargo-Drohne des Südtiroler Spezialisten FlyingBasket und eine neu entwickelte, kabelgebundene Drohne von MAVTech. <BR /><BR />„Es war sehr spannend zu sehen, wenn an die 40 Bergretter lernen, mit unseren Drohnen zu fliegen“, sagt Moritz Moroder, der zusammen mit seinem Bruder Matthias das einstige Start-Up FlyingBasket zu einer europaweiten Referenzadresse mit 25 Beschäftigten aufgebaut hat. Ihre neuesten Modelle vermögen Lasten von mehr als 100 Kilogramm zu transportieren und dabei Strecken von etwa sieben Kilometern zurückzulegen. Das Projekt habe eindrucksvoll die Vorteile der Drohnen für Rettungszwecke aufgezeigt. „Das Pilotprojekt wurde mit verkabelten Dummypuppen durchgezogen, wobei ich überzeugt bin, dass die Personenrettung mithilfe von Drohnen nur mehr eine Frage der Zeit ist“, betont Moroder auf Nachfrage.<h3> Vier Hebel für künftige Perspektiven</h3>Abschließend wurden konkrete Maßnahmen für die Zukunft definiert. Im Fokus stehen vier Hebel: Die europäische Lieferkette soll gestärkt werden, um Know-how und Schlüsseltechnologien in Europa zu sichern. Parallel werden die im Projekt entstandenen Lösungen für sicheres Fliegen in extremen Umgebungen weiterentwickelt. <BR /><BR />Zudem sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Rettungsorganisationen künftig – wo sinnvoll – schrittweise auf (teil-)autonome Systeme für schnelle Notfallmaßnahmen zurückgreifen können. Zudem sollen harmonisierte Vorschriften die Vereinfachung grenzüberschreitender Drohneneinsätze unterstützen.