Mittwoch, 28. Juli 2021

Statt Bikini Hosen getragen: Pink zahlt Strafe für norwegische Handballerinnen

Weil sie nicht in den vorgeschriebenen Bikini-Höschen spielten, hat der Verband die norwegischen Beachhandballerinnen zu 1500 Euro Strafe verdonnert. Sexismus pur. Jetzt hat Sängerin Pink Unterstützung zugesagt.

Die Sängerin Pink erklärt sich bereit die Geldstrafe von norwegischen Handballerinnen zu zahlen.
Die Sängerin Pink erklärt sich bereit die Geldstrafe von norwegischen Handballerinnen zu zahlen. - Foto: © shutterstock/instagram
„Spielerinnen müssen Bikinihosen tragen. Sie müssen körperbetont geschnitten sein, mit einem hohen Beinausschnitt. Die Seitenbreite darf höchstens 10 cm betragen“, beschwerten sich die jungen Frauen des Handballerinnenteams.

So etwas wollten sich die norwegischen Spielerinnen nicht länger bieten lassen und haben prompt bei der Europameisterschaft längere Shorts getragen.

Nach einer Entscheidung der Europäischen Handball-Föderation müssen sie nun eine Geldstrafe von insgesamt 1500 Euro zahlen. Die Handballerinnen hätten aufgrund ihrer selbst gewählten Kleidung gegen die Vorschriften verstoßen.

Sängerin Pink reagiert auf sexistischen Vorfall

Diese sexistische Reaktion sorgt für viel Aufruhr und Protest, so auch von Seiten der Sängerin Pink.

„Ich bin sehr stolz auf die norwegischen Beachhandballerinnen, die gegen die sehr sexistischen Regeln zu ihrer 'Uniform' protestieren“, schrieb die 41-Jährige am vergangenen Sonntag auf Twitter.

Gerne werde sie die Geldstrafe, die der Verband gegen das Team verhängt hatte, übernehmen. „Die europäische Handball-Föderation sollte Strafe wegen Sexismus zahlen müssen“, schrieb die Sängerin weiter.

Auch der norwegische Landesverband hat am gestrigen Dienstag dazu auf Facebook kommentiert: „Wir sind superstolz auf diese Mädchen, die während der EM im Beachhandball ihre Stimme erhoben und deutlich gemacht haben: GENUG IST GENUG! Der Norwegische Handballverband steht hinter Euch und unterstützt Euch. Wir werden weiterhin gemeinsam dafür kämpfen, dass das internationale Regelwerk zur Bekleidung geändert wird, damit alle Spielerinnen in der Kleidung spielen dürfen, in der sie sich wohlfühlen“.

apa