Die Freiwillige Feuerwehr von Milland ist stolz auf ihre 3 weiblichen Mitglieder und will dies auch beim Aufmarsch in Paradeuniform zeigen: Die Millander Feuerwehrfrauen sind südtirolweit die einzigen, die bei der Paradeunform der Wehr statt Hosen Röcke tragen. Alle anderen Wehren habe sich bei der Auswahl der Uniform ihrer Frauen für Hosen entschieden.<BR /><BR />Die 3 Millander Feuerwehrfrauen Kaya Runggatscher, Magdalena Ferdigg (beide 22) und Tanya Kerschbaumer (20) sind sich einig: Sie finden ihre Parade-Uniform mit knielangem Rock und der in der Taille etwas angepassten braunen Feuerwehr-Jacke schick. <BR /><BR /><BR /><BR />„Wenn wir mit der Feuerwehr vorbeimarschieren, fallen wir Frauen mehr auf. Viele – vor allem auch kleine Mädchen – freuen sich, dass auch Frauen bei der Feuerwehr sind“, erzählt Magdalena Ferdigg. Sie und Kaya Rungatscher waren die ersten Feuerwehrfrauen bei der Millander Truppe gewesen. „Wir sind in die Jungfeuerwehr eingetreten und mit 17 Jahren für das Probejahr in den aktiven Dienst aufgenommen worden“, berichtet Kaya Runggatscher. <BR /><h3> Anfängliche Scheu schnell abgelegt</h3>Während anfangs die männlichen Kollegen noch glaubten, ab und zu bei Einsätzen den Frauen helfen zu müssen, ist das Team unter Kommandant Christian Knollseisen inzwischen ein eingespieltes Team und jeder langt überall kräftig zu, wo es Hilfe braucht. Magdalena Ferdigg ist inzwischen auch Atemschutz-Trägerin.<BR /><BR /> „Wir sind völlig akzeptiert, und sobald wir die Arbeitskleidung mit Helm anhaben, sehen Passanten oft gar nicht, dass sie Frauen vor sich haben. Wie jeder bei der Wehr können wir einige Dinge besser and andere eben weniger“, berichtet Tanya Kerschbaumer. Für sie ist es wie für ihre Kolleginnen selbstverständlich mit der Wehr in ihrer Freizeit anderen Menschen zu helfen. Dabei hatte Magdalena Ferdigg bereits im Kindergartenalter von der Wehr geträumt. Erst nach Eintritt bei den Millander Florianijüngern, entdeckte sie zufällig eine Zeichnung aus dem Kindergarten, auf dem sie geschrieben hatte, einem „Feuerwehr lernen zu wollen“.<BR /><h3> Mutter passte Uniform für Mädchen an</h3> Ferdiggs Mutter Marta Larcher hatte die Mädchen auch unterstützt. Die gelernte Schneiderin hatte die Röcke der Frauen angepasst und die Jacken taillilert, damit die 3 Wehrfrauen ein gutes Bild abgeben. <BR /><BR /><BR />Die Uniform trägt Magdalena Ferdigg, die in Wien Physik in Wien studiert, die Bürofachfrau Kaya Runggatscher und Tanya Kerschbaumer, die nach dem Abschluss als Garten-Gesellin derzeit an der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg maturiert, mit großem Stolz. Sie empfehlen Mitgliedschaft bei einer so tollen Gruppe wie in Milland nur weiter. <BR />