<b>Von Christoph Höllrigl</b><BR /><BR />Die Klagen der deutschen Autobauer – von Volkswagen über BMW bis hin zu Mercedes – sind letzthin unüberhörbar. Im dritten Quartal (Juli bis September) hatten alle mit Absatzrückgängen zu kämpfen (z.B. BMW -13 Prozent), besonders massiv waren diese in China.<BR /><BR />In Europa steht der Automarkt derzeit überhaupt unter Druck. So ging der Pkw-Verkauf im September im Jahresvergleich um 6,1 Prozent zurück, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte. Während in Österreich im September im Jahresvergleich ein Mini-Plus von 0,3 Prozent zu verzeichnen war, wurden in Italien um 10,7 Prozent weniger Pkw neu zugelassen (Private Zulassungen: -7,1 Prozent).<h3> Südtirol: Höhere Absatzzahlen</h3>Der Blick auf die Pkw-Neuzulassungen in Südtirol (laut offiziellen Zahlen des Infrastruktur- und Transportministeriums) zeigt hingegen, dass es gar nicht so schlecht läuft. Im Vergleich zum Vorjahr gab es zwischen Jänner und September 2024 ein Plus von 20,4 Prozent bei Neuzulassungen – inklusive gewerblicher Zulassungen, die bekanntlich von italienweit tätigen (Mietwagen-)Unternehmen aufgrund steuerlicher Vorteile massenhaft in Südtirol gemacht werden. Sieht man sich nur die Pkw-Neuzulassungen von Privaten an, gibt es ein Plus von 7,1 Prozent.<BR /><BR />Im September lag das Plus im Vergleich zum Vorjahr bei 31,7 Prozent (inkl. gewerbl. Neuzulassungen) bzw. 18,3 Prozent (privat).<h3> „Antriebs-Kuchen“ ändert sich</h3>Die Transformation hin zur Elektromobilität schreitet wohl nicht ganz so schnell voran, wie von Politik und Autoindustrie gewünscht. Aber: Das Interesse von Herrn und Frau Südtiroler an E-Autos und Pkw mit Hybridantrieb nimmt stetig zu. Das zeigt jedenfalls die Detailanalyse der bisher im Jahr 2024 privat zugelassenen Pkw (bis 22. Oktober). Der Anteil dieser Fahrzeuge an den gesamten Neuzulassungen 2024 liegt mittlerweile bei 48,8 Prozent (Vergleichszeitraum 2023: 46,7 Prozent).<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1091760_image" /></div> <BR /><BR />Prozentuell auf Platz eins bei den Neuzulassungen liegen im bisherigen Jahr 2024 mit 34,2 Prozent Hybridautos (Benzin/Elektro und Diesel/Elektro), gefolgt von Pkw mit Benzin-Antrieb (27,8 Prozent). Auf Platz drei und vier folgen Dieselautos (21,2 Prozent) und Elektroautos (14,6 Prozent). Die Verschiebungen von 2023 auf 2024 zeigen, in welche Richtung es geht: Der Anteil der Benziner an den gesamten Neuzulassungen 2024 ging von 30,3 auf 27,8 Prozent zurück (-2,5 Prozent). Ein Plus gab es bei Hybrid- (+0,7 Prozent) und reinen Elektroautos (+1,4 Prozent).