Dienstag, 17. Mai 2016

Platz für 500 Flüchtlinge schon „relativ konkret“

700 zusätzliche Plätze für Asylantragsteller soll Südtirol in den nächsten Monaten bereitstellen. Für über 500 Plätze seien die Vorstellungen „schon relativ konkret“, sagte am Dienstag Landesrätin Martha Stocker – bleibt aber dann weiterhin wage.

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Die Aufteilung zusätzlicher Asylantragsteller in Südtirol war Thema einer Aussprache zwischen Stocker und den Präsidenten der Bezirksgemeinschaften am Dienstagnachmittag. Bisher gemeldete und ausfindig gemachte eventuelle Unterbringungsmöglichkeiten für Asylantragsteller wurden besprochen. "Die Freude in den Bezirken und in den Gemeinden hält sich erwartungsgemäß in Grenzen", erklärte die Landesrätin im Anschluss an das Treffen.

Vonseiten der Bezirksgemeinschaften, der Unterbezirke und der Gemeinden sind in den vergangenen Wochen verschiedene Möglichkeiten der Unterbringung ausfindig gemacht und überprüft worden. "Wir konnten feststellen, dass es für ungefähr drei Viertel der zusätzlich notwendigen Plätze bereits relativ konkrete Vorstellungen gibt", resümierte die Landesrätin.

Einige dieser Unterbringungsmöglichkeiten würden in den nächsten Tagen und Wochen auf ihre Eignung überprüft. Die zum heutigen Zeitpunkt noch fehlenden Aufnahmeplätze sollen von den Gemeinden und den Bezirken noch ausfindig gemacht werden. "Nach der Klärung dieser Aspekte können die Standorte mitgeteilt werden", erklärte Landesrätin Stocker. 

Die Aufteilung nach Bezirken

In den einzelnen Bezirken sollen unter Berücksichtigung bereits bestehender Einrichtungen und im Verhältnis zur Bevölkerung folgende zusätzliche Aufnahmeplätze für Asylantragsteller geschaffen werden: im Burggrafenamt 102 Plätze, im Eisacktal 139, im Pustertal 153, in Salten-Schlern 91, im Überetsch-Unterland 161 und im Vinschgau 54. Von den Berechnungen ausgenommen sind die Stadtgemeinde Bozen, da diese im Verhältnis zur Bevölkerung bereits deutlich mehr Asylbewerber aufnimmt als die restlichen Bezirke, sowie das Wipptal, das die vorgesehene Quote fast erfüllt und für welchen die Grenzsituation berücksichtigt wird.

stol