Die Hitzewelle hat Südtirol fest im Griff: Dieser Tage steigen die Temperaturen im Land auf bis zu 37 Grad Celsius. „Am Wochenende ist daher mit Hitzegewittern zu rechnen“, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. „Vor allem in den Bergen. Dort fallen die Gewitter meist noch stärker aus als im Tal.“ All jenen, die ihre freien Tage für einen Ausflug in die Berge nutzen wollen, wird daher zu höchster Vorsicht geraten.<BR /><BR />An alle Wanderer richtet der AVS-Bergrettungschef Thomas Hellrigl den Appell, die geplante Tour möglichst früh zu starten. „Vormittags treten Hitzegewitter seltener auf, da es noch kühler ist“, erklärt er. Daher gilt: Je früher, desto besser. Die Hitzegewitter entladen sich meist erst im Laufe des Nachmittags oder am Abend. Wenn es dazu kommt, kann es ganz schnell gehen: Innerhalb von Minuten stellt das Wetter von strahlendem Sonnenschein auf dunkle Wolken, Blitze und Donner um. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1325985_image" /></div> <BR /><BR />Wer sich gut vorbereitet, gerät idealerweise gar nicht erst in ein Gewitter: Das heißt, den Wetterbericht vor und während der Wanderung checken und die Tour so planen, dass man rechtzeitig wieder im Tal ist. Zu einer guten Vorbereitung gehört aber auch ein Notfallplan: „Ein Regenschutz sowie etwas Warmes zum Anziehen und Wechselkleidung sollten sich auch bei schönem Wetter im Rucksack finden“, sagt Hellrigl. Nach einem Gewitter können die Temperaturen schlagartig um bis zu 10 Grad sinken. <h3> Schon im Vorfeld nach Unterschlüpfen erkundigen</h3>Ebenso gilt es, sich nach Berghütten oder anderen Unterschlupfmöglichkeiten entlang der Tour zu erkundigen. „Wenn man tatsächlich ins Gewitter gerät, gilt es in erster Linie, Ruhe zu bewahren und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen“, sagt Hellrigl. Probieren Wanderer unter Druck noch rechtzeitig den Abstieg zu schaffen, begeben sie sich oft in größere Gefahr, als wenn sie sich unter den nächsten Felsvorsprung stellen.<BR /><BR /> „So schnell wie das Gewitter aufgetreten ist, zieht es in den meisten Fällen auch wieder weiter“, beruhigt Hellrigl. Im Ernstfall den Notruf zu wählen, ist natürlich stets eine Option – bei schlechtem Flugwetter tun sich jedoch auch die Bergretter schwer anzurücken und begeben sich in Gefahr. <BR /><BR />Abschließend gibt der Bergrettungschef noch zwei wertvolle Tipps, die sowohl bei Sonne als auch bei Regen gelten: Angehörige stets über die Wanderung und das Ziel der Tour informieren. Bei den aktuell hitzigen Temperaturen ausreichend trinken und vor allem immer eines im Auge behalten: „Die eigenen Grenzen kennen und Bergtouren so wählen, dass man sie physisch und psychisch schafft“, sagt der Bergrettungschef. <BR /><BR />Vergleicht man seine Leistungen mit dem Ende der vorhergehenden Saison, tendieren Personen dazu, sich zu überschätzen. „Am Ende der Wandersaison ist man nämlich meist etwas fitter.“ <h3> Wetterprognose</h3>Während die Temperaturen in den letzten Tagen bereits die 35-Grad-Marke geknackt haben und nun auch die erste Tropennacht im Juni aufgezeichnet wurde, wird es jetzt noch heißer: Am Wochenende erreichen die Temperaturen teils Werte von 36 Grad Celsius und mehr. So etwa am Sonntag in Bozen. Auch in höher gelegenen Gebieten wie Bruneck, Schlanders oder Sterzing werden die 30 Grad überschritten. <BR /><BR />„Hochsommerlich geht es auch in der nächsten Woche weiter“, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Ein Ende der Hitzewelle ist bislang nicht in Sicht. Täglich wird es örtlich zu starken Hitzegewittern kommen.