Der Naturnser Bürgermeister Zeno Christanell glaubt nicht, dass die Störaktionen gezielt gegen Tiroler Traditionen gerichtet sind. <BR /><BR />So schlimm, wie es die Süd-Tiroler Freiheit und die Freiheitlichen in Pressemitteilungen über den Naturnser Krampusumzug schildern, scheint es insgesamt nicht gewesen zu sein. Die Freiheitlichen schreiben von „organisierten Gewaltexzessen“ und „roher, skrupelloser Gewalt“, die Süd-Tiroler Freiheit von „traumatisierten Kindern“, die die Störaktionen mitansehen mussten. Laut überstimmenden Aussagen sollen Carabinieri und Ortspolizei Vinschgau die Situation während des Krampuslauf rasch in Griff bekommen haben. <BR /><BR />Bürgermeister Zeno Christanell lobt die hervorragende Organisation des Krampuslaufs mit Hunderten Schaulustigen. Eine kleine Gruppe von Jugendlichen aus dem Meraner Raum sei auf Radau aus gewesen, Ortspolizei und Carabinieri hätten die Situation aber in Griff behalten. Christanell glaubt nicht, dass die Jugendlichen gezielt Südtiroler Traditionen torpedieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="972472_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Der Präsident der Naturnser Krampusse, Martin Huber, erzählt, „seine“ Krampusse hätten sich mit Ruten gegen die Störenfriede gewehrt, dann aber den Ordnungshütern das Feld überlassen.<BR /><BR />„Hier in Lana wäre die Situation beim Krampusumzug am Dienstagabend fast eskaliert“, sagt ein Lananer, der dabei war, namentlich aber nicht genannt werden möchte. „Nicht das Verhalten der Krampusse war das Problem, sondern einer Gruppe Jugendlicher albanischer und marokkanischer Herkunft, die nur gekommen waren, um zu provozieren.“<h3> Knallkörper trifft Polizisten</h3> Die Jugendlichen hätten die Krampusse angepöbelt und Knallkörper in die Menge geworfen. „Ein Knallkörper traf sogar einen Polizisten“, sagt er. Zudem sei einem dieser Jugendlichen bei einer Kontrolle ein Messer abgenommen worden. <BR /><BR />Etwas anders sieht die Situation Stefan Taber von den Höllenschlucht Krampussen, den Veranstaltern des Lananer Umzugs: „Der Umzug war eigentlich nicht wilder als in anderen Jahren. Stänkerer gab es schon immer. Ein Krampus ist gestürzt und hat sich verletzt, aber ohne Fremdverschulden.“ <BR /><BR />